HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

VERDIENTER HEIMSIEG!

Den Vallendarer Löwen gelang gegen Aufsteiger HSG Eckbachteil ein verdienter 26:22-Heimsieg!

| Team I

Erleichterung und Freude zugleich bei den Handballern des HV Vallendar, nachdem man den direkten Konkurrenten aus Eckbachtal besiegen konnte. Die Löwen schlagen den Aufsteiger aus der Pfalz mit 26:22, zeigten in den ersten 15 Minuten großartigen Handball und behielten vor allem in der Schlussphase die Nerven.

Dabei war die Stimmung im Lager der Rheinländer etwas angeknackst, nachdem man sich im Viertelfinale des Rheinlandpokals dem ewigen Rivalen TV 05 Mülheim mit 25:26 knapp geschlagen geben musste. Trainer Barthel war der Ärger sichtlich anzumerken: „Mülheim hat über weite Strecken nicht in Bestbesetzung gespielt und wir haben es dennoch nicht geschafft, uns durchzusetzen. Die Einstellung hat gestimmt aber wir haben uns selbst um einen Erfolg gebracht, der wichtig für die Moral gewesen wäre.“

Vallendar hatte tatsächlich alle Trümpfe in der Hand, leistete sich über den gesamten Spielverlauf jedoch 28 Fehlwürfe und 10 technische Fehler. Der HVV ist damit aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden und hat zumindest in der Weihnachtszeit ein freies Wochenende mehr zum Erholen.

Mit entsprechender Wut im Bauch trat man dann am Samstag dem Gast aus der Pfalz entgegen. Die „Gekkos“ hatten in der bisherigen Saison für einige Überraschungen gesorgt, allen voran mit Heimsiegen gegen Saulheim und Bingen. Ein gänzlich anderes Gesicht zeigte das Team von Thorsten Koch in fremder Halle, denn dort holte die HSG bisher keinen einzigen Zähler. Dabei sollte es am Ende auch in Vallendar bleiben, obgleich der Aufsteiger eine solide Leistung zeigte und dem HVV das Leben mächtig schwer machte.

Blitzstart für die Löwen

Den besseren Start in die Begegnung, in der gut besuchten Sporthalle auf dem Mallendarer Berg, hatte der HVV – die Hausherren überzeugten mit einer aggressiven Deckung und schnellem Gegenstoßspiel. Barthel: „Das war genau das, was wir uns vorgenommen hatten. Der HSG signalisieren, dass hier nichts zu holen ist, schnell spielen und gute Chancen herausarbeiten.“

Das gelang auch zunächst hervorragend, durch einen Doppelschlag vom starken Kapitän Lohner ging man mit 2:0 in Front. Nach dem 4:3 (9. Minute) bot Vallendar seine stärkste Phase. Die Rückraumachse um Hertz, Strüder, Baldus und Busse kreierte geduldig aussichtsreiche Chancen und hob die Führung auf 7:3 an. Zwei Paraden von Schlussmann Bastian Burgard münzten Schmidt und Woods in Gegenstöße und gleichzeitig zum 9:3 um. Eckbachtal nahm nun die erste Auszeit, um sich neu zu formieren. Die Unterbrechung zeigte Wirkung, denn die Gäste tauschten auf zwei Schlüsselpositionen. Vallendar bekam keinen richtigen Zugriff auf die quirligeren Angreifer und musste zusehen, wie Eckbachtal Tor um Tor herankam. Denn auch in der Offensive war jetzt Sand im Getriebe. Barthel: „Uns ist es im weiteren Verlauf dann nicht gelungen an die ersten 15 Minuten anzuknüpfen. Da haben wir sehenswerten Handball gezeigt, uns dann aber in Einzelaktionen verzettelt und unvorbereitete Würfe über die Mitte genommen.“ Eckbachtal schloss auf und konnte kurz vor der Pause sogar ausgleichen, beim Stand von 12:12 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause ergriff der HVV die Initiative und versuchte die gute Leistung der Anfangsviertelstunde zu wiederholen. Mit Engagement und Siegeswille stemmte man sich den Pfälzern entgegen. In der Abwehr rackerten Lohner, Stein und Strüder unermüdlich und entschieden eine Vielzahl an Zweikämpfen für sich. Trotzdem gelang es der HSG im Spiel zu bleiben, auch weil einige abgefälschte Würfe den glücklichen Weg an Bastian Burgard vorbei ins Netz fanden. Im Gleichschritt verlief daher auch der Marsch ins letzte Viertel der Begegnung.

Erst nach dem 19:19 (45. Minute) eilten die Löwen endlich davon. Vallendar wirkte immer noch frisch, konnte ohne Probleme Gegenstöße laufen. Vier Treffer in Serie schraubten das Ergebnis hoch auf 23:19. Ein kleines Highlight bot Linksaußen Kalani Schmidt, dem es unter Bedrängnis gelang, den Ball mit der schwachen linken Hand in die Maschen zu befördern. Eine Vorentscheidung war gefallen, nun galt es den Vorsprung mit Bedacht zu verwalten. Auch das gelang dem HVV, im Vergleich zu vergangenen Spielen, mit Bravour. Sicher ließ man die Zeit herunterlaufen und feierte einen hochverdienten 26:22-Erfolg und ist damit seit drei Oberliga-Heimspielen in Serie ungeschlagen.

Stimmen zum Spiel

Oliver Lohner: „Das war ein enorm wichtiger Sieg, denn wir wollten unbedingt an Eckbachtal herankommen. Das ist uns geglückt, doch wir hatten wieder Phasen wo es nicht so wirklich lief. Nächste Woche gegen Worms sollten wir das abstellen, denn dort wollen wir die nächsten Punkte einfahren.“

Kalani Schmidt: „Wir sind heute mal wieder richtig Tempo gegangen, die Mannschaft ist topfit wie man gesehen hat. Besonders die ersten 15-20 Minuten waren sehr stark, darauf können wir aufbauen. Es gibt noch einiges zu tun aber wir befinden uns auf dem richtigen Weg.“

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Es geht am Sonntag, 11.11.2018 zur HSG Worms. Die Rheinhessen stehen nur drei Punkte vor den Löwen auf einem geteilten 10. Platz. Die Heimbilanz der Nibelungenstädter ist alles andere als furchteinflößend, aus fünf Spielen behielt man lediglich 3 Punkte in den eigenen vier Wänden. Doch Worms ist auf keinen Fall zu unterschätzen, besonders der Rückraum um Jakub Balaz und die beiden Brüder Dennis und Fabian Markert strahlt enorme Gefahr aus.

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Lohner (7), Woods (5/2), Busse (4), Baldus (3), K. Schmidt (2), Hertz (2/1), Strüder (2), Stein (1), Schaub, Schleier, F. Schmitt, Krechel.