HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

TABELLENFÜHRER ZU STARK!

Die Vallendarer Löwen zeigten eine starke erste Halbzeit, mussten sich am Ende allerdings deutlich geschlagen geben!

| Team I

Der HV Vallendar unterlag am Samstagabend dem Tabellenführer TV Hochdorf mit 22:33. Im ersten Spiel mit dem neuen Trainergespann Reckenthäler/Waldgenbach lieferten die Löwen eine ganz starke erste Halbzeit ab, nach der Pause ging den Rheinländern dann aber die Luft aus.

30 sehr gute Minuten genügen gegen ein Spitzenteam wie den TV Hochdorf einfach nicht. Dieses nüchterne Fazit mussten die Vallendarer Handballer am Samstagabend nach vollendeter Spielzeit ziehen. Dabei brachten die Löwen das Top-Team der Liga im ersten Durchgang mächtig ins Schwitzen. Der HVV strotzte nur so vor Selbstvertrauen und Spielfreude, machte den Pfalzbibern das Leben mächtig schwer. Zur Halbzeit stand nur ein hauchdünner Rückstand für die Hausherren auf der Anzeigetafel. Am Ende reichte es dann deutlich nicht, da man den Beginn der zweiten Halbzeit verschlief.

Vallendar legt los wie die Feuerwehr

Furios verlief der Beginn der Partie, denn beide Kontrahenten schenken sich nichts. Die Löwen spielten wie entfesselt, legten eine knallharte Abwehr und viel Lauffreude auf das Parkett der Sporthalle auf dem Mallendarer Berg. Die Gäste aus der Pfalz, welche als Aufstiegsaspirant Nummer eins gelten, legte vor, doch die Mannschaft von Reckenthäler und Waldgenbach fand immer die richtige Antwort. Bis zum 4:4 nach 10 Minuten war alles offen, dann setze sich der Favorit mit einem Doppelschlag des überragenden Tim Götz mit 5:7 ab.

Die heimischen Löwen ließen sich davon nicht abschrecken, glichen erneut aus und konnten beim 9:8 (19. Minute) erstmal in Front gehen. Vallendar bot den 250 Zuschauern im Löwenkäfig, unter denen auch der gesperrte Kapitän Oliver Lohner war, jetzt seine stärkste Phase der Begegnung. Die offensive Deckungsformation um Stein, Strüder und Schaub erzwang immer wieder Ballverluste, welche dann in Gegenstoßtore umgemünzt wurden. Der TV konnte beim 11:11 erneut gleichziehen und rettete eine knappe 14:15-Führung in die Pause.

Die gebotene Vorstellung machte Spielern und Verantwortlichen viel Mut. Stefan Baldus: „Das war die beste Halbzeit seit langem. Wir waren konzentriert, kaltschnäuzig und haben gekämpft. Es hat richtig Spaß gemacht.“ Vallendars Interims-Coach Reckenthäler bläst in dasselbe Horn: „Vor allem das Tempo hat mir gefallen. Aber das hat auch viel Kraft gekostet. Am Ende hat uns das wohl dann auch das Genick gebrochen.“

Tabellenführer in der zweiten Halbzeit zu stark

Hochdorf kam hellwach aus der Pause, Trainer Steffen Christmann schien in seiner Ansprache die richtigen Worte gefunden zu haben. Sein Team drehte mächtig auf, der HVV hingegen schien überrumpelt. Vier Gästetore in Folge mussten die Löwen hinnehmen, ehe Christian Offermann per Siebenmeter in der 34. Minute traf. Es folgte ein weiterer Dreierpack der Gäste, beim 16:22 nahm Reckenthäler seine Auszeit.

Seine Mannschaft hatte komplett den Faden verloren, agierte in der Abwehr mit mangelnder Absprache und leistete sich vorne leichtfertige Ballverluste. Doch auch nach dem Time-Out kehrte keine Besserung ein. Der HVV lud den Spitzenreiter zu Gegenstößen ein, nach dem 17:27 eine Viertelstunde vor Schluss, was das Spiel endgültig gelaufen. Jetzt bekamen auch die jungen Spieler Gelegenheit, gegen diesen Gegner Einsatzzeit zu sammeln. Leon Krechel und Nikita Andree standen jeweils knapp 10 Minuten auf dem Feld. Am Ende fiel die Niederlage mit 22:33 zu hoch aus. Wenn es Vallendar geschafft hätte, an die gute Leistung der ersten Halbzeit anzuknüpfen, wäre ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen.

Die Stimmen zum Spiel

Merlin Busse: „Unseren ersten 30 Minuten waren überragend. Da hat sehr viel funktioniert. Die Abwehr war stabil, vorne waren wir geduldig und vor allem war die Geschwindigkeit sehr gut. So konnten wir Hochdorf einige Male überrumpeln. Dann hat sich deren Qualität aber durchgesetzt und unsere Kräfte waren einfach am Ende.“

Jonas Strüder: „Hochdorf ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt. Halbzeit eins war sehr anstrengend. Da hat alles gestimmt, mir gefiel besonders unser Rückzugverhalten. Damit haben wir einfach Gegentore verhindert. Doch genau dazu haben wir den TV dann im zweiten Durchgang eingeladen. Da müssen wir noch besonnener und konsequenter werden. Am Ende war das Ergebnis viel hoch.“

Für den HV Vallendar blieb eine faustdicke Überraschung aus. Am kommenden Wochenende steht eine weitere schwere Aufgabe vor Trainern und Mannschaft. Die Löwen reisen am Samstag, 09.02.2019 zum Tabellenvierten SV 64 Zweibrücken. Gegen Friesenheim II gewannen diese am Wochenende deutlich mit 34:20. Anwurf in der Ignaz-Roth-Halle ist um 18:00 Uhr. Die Freunde vom SV Niederwerth werden dem Vernehmen nach mit einem eigenen Bus anreisen und dem HVV ein zusätzliches Heimspiel bescheren.