HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

STARKER AUFTRITT!

Die Vallendarer Löwen zeigen in Saulheim eine starke Leistung, mussten sich allerdings knapp geschlagen geben!

| Team I

Trotz einer 24:22-Niederlage gegen die rheinhessische SG Saulheim kann der HV Vallendar mit erhobenem Haupt auf die gezeigte Leistung blicken. In einer dramatischen und emotionalen Partie musste man sich dem clevereren Team geschlagen geben. Beide Teams kämpften bis zum Schluss um die Punkte und einige Aufreger gab es als Extra dazu.

Die 60 Minuten waren gerade abgelaufen, da stürmten Saulheimer Ordner und Fans auf das Spielfeld – gefolgt vom Vallendarer Fanclub. Was war geschehen? Vallendars Kapitän Oliver Lohner hatte Saulheims Maximilian Schaaf zu Boden gestreckt, nachdem dieser auf Rechtsaußen Philipp Woods losgegangen war und ihm einige nicht-jugendfreie Worte an den Kopf warf.

Grund für Schaafs Groll war eine Szene knapp 1:30 Minuten vor Ende der Partie. Beim Stand von 22:20 ging Woods zum Gegenstoß. SG-Keeper Hedderich eilte heraus, fing den Ball sogar ab, doch der ausgestreckte Arm von Vallendars Rechtsaußen traf Hedderichs Rücken. Resultat: Disqualifikation für Saulheim und Strafwurf für die Löwen, den Woods dann auch noch verwandelte. Die Missgunst von Gegner und Zuschauern hatte er somit sicher. Schaaf wollte seinen Frust darüber entladen und prallte kräftig an Lohner ab. Dabei glückte es Saulheim schlussendlich durch Mathias Konrad erneut mit zwei Treffern in Führung zu gehen und diesen knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

An diesem Samstagabend legte Vallendar einen Blitzstart hin. Ohne Torhüter Bastian Burgard und Rückraumspieler Lukas Hertz mussten die Löwen enger zusammenrücken. Die 3:2:1-Abwehrformation stand wie eine Festung und hatte mit Björn Boinski einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Wie eine Festung stand der Innenblock und Spezialist Dominik Stein räumte alles ab, was ihm in die Quere kam. Die gastgebende SG hatte mit dieser Variante so ihre Probleme und gleichzeitig auch mit dem hohen Tempo der Rheinländer. Merlin Busse dirigierte sein Team sicher durch den Angriff, sodass seine Rot-Weißen nach zehn Minuten mit 4:7 in Front lagen. Saulheims Coach Kai Christmann musste die erste Auszeit ziehen, doch auch danach waren zunächst die Löwen überlegen.

Christian Schaub brachte sein Team nach 22 Minuten mit 7:10 nach vorne. Doch dann leistete sich Vallendar erneute eine seiner symptomatischen Schwächephase. Auf einmal stimmten die Absprachen in der Abwehr nicht mehr und auch der Angriff lag urplötzlich brach. Saulheim kam Tor um Tor heran, glich aus und konnte kurz vor der Halbzeit mit 11:10 in Führung gehen.

Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren zunächst weiter überlegen und bauten den Vorsprung aus. Über 13:11 (33. Minuten) ging es hoch bis zum 17:13 nach 40 Minuten. Aber die Löwen ließen nicht locker und kämpften sich jetzt ihrerseits zurück in die Begegnung. Getragen von einem starken Stefan Baldus und dem frechen Jacob Schleier, waren die Löwen beim 18:17 nach 48 Minuten wieder im Geschäft. Ein nächster Zwischenspurt der SG führte schließlich zum 22:19. Vorangegangen waren zwei leichtfertige Ballverluste der Löwen – und das sogar in Überzahl. Dann folgten die eingangs beschriebenen Szenen, an dessen Ende die unglückliche Niederlage des HVV steht.

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Lohner: „Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt, denn in meinen Augen waren wir die bessere Mannschaft. Saulheim war in den entscheidenden Momenten aber clever. Wir haben gezeigt, dass wir wollen und den Fans ein tolles Spiel geliefert. Darauf können wir stolz sein, mit uns ist zu rechen und das Team lebt. Am Ende wurde es etwas unschön, aber das passiert halt. Meine Aufgabe als Kapitän ist es auch meine Mitspieler zu verteidigen. Ordner und Fans haben auf dem Feld aber nichts verloren.“

Kalani Schmidt: „Irgendwie fühlen wir uns nicht so richtig als Verlierer, denn wir haben eine super Leistung gezeigt. Wir haben Saulheim das Leben unfassbar schwer gemacht, am Ende waren Kleinigkeiten ausschlaggebend. Mit dieser Leistung brauchen wir uns vor keinem verstecken. Das Wichtigste war, dass unsere Einstellung gestimmt hat und wir gekämpft haben. Die nächsten zwei Spiele werden brutal schwer, aber wir werden wieder alles geben.“

In der Tat stehen den Löwen zwei schwere Spiele ins Haus. Nächstes Wochenende, am Samstag, 02.02.2019 um 18:00 Uhr ist der Tabellenführer aus Hochdorf zu Gast im Löwenkäfig. Darauf folgt ein Auswärtsspiel bei der SV 64 Zweibrücken. Dazu haben sich die Freunde des SV Niederwerth erneut mit einem eigenen Bus angekündigt.

Es spielten für den HVV: Boinski, S. Stein (beide im Tor), Woods (9/7), Lohner (3), Baldus (3), Schleier (2), K. Schmidt (2), Schaub (1), Busse (1), Strüder (1), F. Schmitt, Offermann, D. Stein, Andree.