HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

STARK GEKÄMPFT!

Die Vallendarer Löwen unterliegen nach starker zweiter Halbzeit mit 25:26 gegen Illtal!

| Team I

Herzschlagfinale am Samstagabend in der Sporthalle auf dem Mallendarer Berg: Nach einer fulminanten Aufholjagd unterliegen die Löwen gegen Aufstiegsaspiranten HF Illtal mit 25:26. Damit sind die Vallendarer mit 2:6 Punkten in die Saison gestartet und stehen vorerst im unteren Drittel der Tabelle.

Schon der Beginn der Partie verlief nicht sonderlich gut und das, obwohl man durch Meder und Busse noch mit 2:0 in Führung gegangen war. Doch nach eben diesen ersten drei Minuten waren fortan nur noch die Gäste aus dem Saarland am Drücker. Ganze sechs Tore am Stück erzielten die „Zebras“, besonders durch ihren wurfstarken Rückraum und sehenswerte Kreisanspiele. So war Heimtrainer Barthel schon früh zur ersten Auszeit gezwungen, doch auch das zeigte keine Wirkung. Über 3:7 setzte sich der Favorit aus Illtal weiter auf 6:12 ab. Die Löwen formierten nun ihre Defensive neu, wechselten von der 6:0-Formation auf die altbewährte 3:2:1-Deckung. Beim ernüchternden Stand von 9:16 aus Vallendarer Sicht ging es in die Kabine.

Dort zeigte sich Christoph Barthel ganz und gar nicht einverstanden mit der Leistung des Teams und forderte ein anderes Gesicht in Halbzeit zwei. Man beschloss, auch in Hälfte zwei weiter mit der offensiven Abwehrvariante zu agieren, um die treffsicheren Distanzschützen vom eigenen Tor fernzuhalten.

Diese Maßnahme zeigte dann auch direkt Wirkung, denn der HVV betrat das Feld wie ausgewechselt. Die Abwehr unter Leitung von Kapitän Oliver Lohner zeigte jetzt Kante, spielte agil und war körperlich präsent. Daraus ergaben sich zwangsläufig Möglichkeiten zu schnellen Gegenstößen, vor allem durch die erfahrenen Tim Meder und Lukas Hertz. Im gebundenen Spiel nahm einmal mehr Merlin Busse das Zepter in die Hand und setzte seine Nebenleute, insbesondere Stefan Baldus, sehenswert in Szene. Tor um Tor holte der HVV auf, kämpfte sich auf 15:18 wieder heran. Doch einige vergebene freie Chancen wurden vergeben, sonst wäre der Rückstand noch schneller geschrumpft.

Sieben Minuten vor dem Ende wurde der Kampfgeist dann endlich belohnt, als Tim Meder eiskalt zum 21:22 Anschluss traf. Doch die routinierten Illtaler legten mit zwei schnellen Treffern nach. Fünf Minuten vor dem Ende der Partie krümmte sich plötzlich Spielmacher Merlin Busse auf dem Hallenboden – nach einem Pass auf Tim Meder war er umgeknickt und fuhr direkt nach Spielende ins Krankenhaus. Die erste Diagnose: knöcherne Absplitterung im Fuß und etwa 6 Wochen Pause. Ihm gilt an dieser Stelle gute Besserung!

Doch es sprangen jetzt andere in die Bresche. Diesmal waren es Hertz und Gutfrucht, die verkürzten und Vallendar wieder auf 24:25 heranbrachten. Iltall nahm die Finale Auszeit und die Löwen setzten alles auf eine Karte, gingen in eine offene Manndeckung. Illtals Meisberger traf 20 Sekunden vor dem Ende zum 24:26, der letzte Treffer von Stefan Baldus war dann nur noch Formsache.

Damit müssen die Vallendarer Löwen die dritte Niederlage in Folge und gleichzeitig den Ausfall ihres überragenden Spielmachers verkraften. Doch trotz 2:6 Punkten kann man nicht unbedingt von einem Fehlstart sprechen.

Die Stimmen zum Spiel:

Tim Meder: „Natürlich sehen 2:6 Punkte erstmal nicht so gut aus, doch wir sehen das gar nicht so dramatisch. Die bisherigen Gegner waren doch sehr stark, vor allem Zweibrücken und Illtal. Da wäre ein Punktgewinn schon eine faustdicke Überraschung gewesen. In Völklingen hätten wir gerne Zählbares mit nach Hause genommen, ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass ich dort jemals auch nur einen Punkt gewonnen habe. Von daher ist alles okay, wir müssen hart und konzentriert weiterarbeiten, dann kommt der Erfolg von alleine. Wir mussten ja auch einige Neuzugänge in ein funktionierendes Team integrieren, das dauert einfach auch ein bisschen. Uns braucht nicht Angst und Bange sein, wir haben eine gute Truppe und wollen nächstes Wochenende zwei Punkte mit aus Bingen bringen.“

Oliver Lohner: „Wir hatten am Anfang doch große Probleme mit den schnellen Kreuzbewegungen von Illtal. Unsere 6:0-Abwehr sah da gar nicht gut aus, fast jeder Wurf war ein Treffer. Daher war dann auch der hohe Pausenrückstand von 9:16 absolut gerechtfertigt. Nach der Pause haben wir dann ein ganz anderes Gesicht gezeigt, unsere 3:2:1-Deckung war wieder so effizient wie in der abgelaufenen Saison. Daher haben wir die zweite Hälfte dann auch mit 16:10 gewonnen. Am Ende hat uns etwas Erfahrung aber auch Wurfglück gefehlt, dann hätten wir vielleicht sogar noch einen Punkt holen können. Aber gegen Illtal kann man verlieren, wichtig ist, dass die Moral gestimmt hat. Das wollen wir über die Woche aufrecht halten und den Schwung der letzten 30 Minuten mit nach Bingen nehmen. Betrübt sind wir natürlich sehr über die Verletzung von Merlin, wir hoffen, dass er schnell wieder fit wird Ein besonderer Dank gilt Patrick Rascop, der heute als zweiter Torhüter eingesprungen ist, da Björn Boinski verhindert war.“

Am kommenden Samstag steht dann also das schwere Auswärtsspiel bei der HSG Rhein-Nahe Bingen an. Die Rheinhessen starteten mit einem Sieg gegen Kastellaun und mussten sich anschließend Aufsteiger Gösenroth und der VTV Mundenheim geschlagen geben. Für die Löwen gilt es also ihren besten Handball zu zeigen und sich zwei wichtige Punkte zu sichern.

Es spielten für den HVV: Burgard und Rascop (beide im Tor), Gutfrucht (5), Meder (4/1), Hertz (4/1), Baldus (3), Busse (3), Woods (2), Lohner (2), Schleier (1), Strüder (1), Offermann, Schaub.