HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

SCHWACHE LEISTUNG!

Die Vallendarer Löwen zeigen in Bingen eine schwache Leistung und müssen sich deutlich geschlagen geben!

| Team I

Absolut nichts zu holen gab es für den HV Vallendar am Sonntagabend beim direkten Konkurrenten HSG Rhein-Nahe Bingen. Die Rheinländer zeigten eine desolate Vorstellung und gingen mit 34:21 unter. Für den HVV wird es mit Blick auf die Tabelle immer dunkler.

Mit hängenden Köpfen und betretenen Mienen standen die Spieler des HV Vallendar nach den vollendeten 60 Minuten da. Einige Akteure verließen das Parkett umgehend in Richtung Kabine, andere blieben fassungslos auf dem Hallenboden sitzen. Wenige wagten den Weg zum mitgereisten Fanclub. Dieser zeigte über die volle Distanz Einsatz, trommelte bis zum bitteren Ende weiter. Die eigene Mannschaft hingegen hatte bereits nach zwei Minuten das Handballspielen gänzlich eingestellt.

Dabei hatte sich der HV Vallendar viel vorgenommen für das Gastspiel bei der rheinhessischen HSG Rhein-Nahe. Kraft und Mut wollte man aus der engagierten Leistung gegen Mundenheim vergangene Woche ziehen. Doch das komplette Gegenteil trat ein. Die Fans sahen eine blutleere Vallendarer Mannschaft, die Bingen zu Treffern geradezu einlud.

In der Anfangsphase war es ein ums andere Mal Stefan Corazolla, der ungehindert in Richtung Gästetor werfen konnte, sodass einem Schlussmann Bastian Burgard beinahe leidtun konnte. Corazolla erzielte fünf der ersten sechs Heimtore, am Ende sollten es derer neun sein. Die HSG lag nach sechs Minuten bereits mit 4:1 in Front. Vallendar hingegen leistete sich Fehler um Fehler. Seien es fehlende Absprachen in der Defensive oder überhastete und unüberlegte Einzelaktionen im Angriff.

Barthel zog bereits nach 13 Minuten beim Stand von 7:4 die Notbremse und formierte sein Team neu – Besserung trat jedoch nicht ein. Schwerfällige Löwen kassierten binnen weniger Minuten sechs Gegentor in Serie. Nach 20 Minuten musste Barthel erneut zur grünen Karte greifen, seine Mannschaft war jetzt schon mit 13:5 im Hintertreffen. Auch danach gab es keinen spürbaren Effekt. In die Halbzeit ging es beim Stand von 18:8 und Vallendar sah einen pechschwarzen Abend auf sich zukommen.

Der zweite Durchgang ist schnell erzählt. Den Vallendar machte genauso weiter, wie man sich bereits die gesamte erste Halbzeit präsentiert hatte. Anstatt wie besprochen lange Angriffe überlegt vorzutragen, um sich somit etwas Sicherheit zurückzuholen, feuerte man aus dem Rückraum aus allen Lagen. Ein gebundenes Spiel kam nicht im Ansatz zu Stande und Bingens massiver Innenblock provozierte schnelle Gegenstöße. Kein Spieler ging als positives Beispiel voran, die Mannschaft versagte im Kollektiv. Schlussendlich unterlag der HVV vollkommen verdient mit 34:21 und muss den Blick weiter nach unten richten.

Besonders fragwürdig war die gezeigte Einstellung. Ohne Biss, Zielstrebigkeit und Miteinander kann man in dieser Liga keinem Gegner Paroli bieten. Am kommenden Wochenende ist man erneut auswärts gefordert. Bei der SG Saulheim müssen die Löwen ein anderes Gesicht zeigen. Ursachenforschung und Aufarbeitung werden für die Verantwortlichen in der Trainingswoche wohl die Hauptaufgabe sein.

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Hertz (4), Woods (4/2), Baldus (3), Schaub (2), F. Schmitt (2), Strüder (2), Lohner (1), Busse (1), Schleier (1), Offermann (1), K. Schmidt, Stein.