HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

SAISONAUFTAKT!

Die Vallendarer Löwen starten am Samstag, 03.10.2020 in die kommende Oberliga-Saison!

| Team I

Nur noch eine Woche, dann ist es endlich wieder soweit! Die Handballer des HV Vallendar starten mit dem Auswärtsspiel bei der DJK SF Budenheim in die neue Saison der RPS-Oberliga. In der verkürzten Liga mit nur 16 Spielen hat jede einzelne Begegnung einen hohen Stellenwert, umso wichtiger ist da ein guter Auftakt. Gegen den Favoriten aus Rheinhessen kommt es direkt zu einem echten Härtetest für das Team von Veit Waldgenbach.

Über ein halbes Jahr ist es her, dass die Vallendarer Löwen zuletzt in der RPS-Oberliga gespielt haben. Damals gewann der HVV am 08.03.2020 auswärts bei der TuS 04 Dansenberg II mit 21:25 und festigte seine Position im Mittelfeld der Tabelle. In dieser Saison wird alles anders sein, die Liga wurde in zwei Staffeln geteilt, wodurch sich die Saison auf 16 Ligaspiele verkürzt.

Aus diesem Grund darf man sich nur wenige Fehler erlauben, denn sonst steht man schneller im Keller der Tabelle als einem lieb ist. Das weiß auch Trainer Waldgenbach, der sich mit seiner Mannschaft intensiv auf die neue Serie vorbereitet hat. Waldgenbach: „Wir haben in vielen Bereich intensiv gearbeitet, zunächst an der Athletik, dann auch an Taktik und generellem Zusammenspiel.“ Dabei musste der Coach bisher mehr als einmal improvisieren, denn aufgrund der Abgänge der erfahrenen Spieler Lukas Hertz und Jonas Strüder verkleinerte sich sein Kader.

Gehofft hatte man auf eine Rückkehr von Moritz Gutfrucht, doch dieser verletzte sich erneut schwer. Es war der bereits dritte Kreuzbandriss für den talentierten Rückraumspieler, der nun zum Zuschauen verdammt ist. Kapitän Oliver Lohner: „Das hat uns allen unfassbar leidgetan für Moritz. Er hat ohne Ende für sein Comeback gearbeitet und dann passiert es wieder. Das tat wirklich weh.“ Mit Daniel Schüller holte man ein Eigengewächs aus der 2. Mannschaft in den Oberliga-Kader, doch Schüller wird noch Zeit benötigen, um sich an die neuen Bedingungen anzupassen.

Hinzu kamen während der Vorbereitungen kleinere Verletzungen, sodass Waldgenbach immer wieder nur eine dezimierte Mannschaft zur Verfügung hatte. Waldgenbach: „Das war und ist natürlich nicht optimal. Das Positive ist, dass die verbliebenen Spieler extrem gut mitgezogen haben. Wir mussten uns daran anpassen, variabler werden.“ Vielleicht könnte das eben eine große Stärke der Vallendarer werden, dass man für Gegner schwer auszurechnen ist. Vallendar ist in der Lage sowohl im Angriff als auch in der Abwehr verschiedene Positionen mit wechselndem Personal zu spielen. Dennoch gilt es für die Löwen gerade in dieser kurzen Saison schnell in einen Rhythmus zu kommen.

Kapitän Oliver Lohner: „Einen Fehlstart oder eine längere Schwächephase darf man sich in der kleinen Liga nicht erlauben, sonst stehst du schnell im Keller.“ Gute Ergebnisse konnte Vallendar in der Vorbereitung zeigen, unterlag beispielsweise der VTV Mundenheim nach einer engagierten Leistung nur knapp und fegte die Rheinlandligisten TuS Weibern und HSG Römerwall vom Platz. Waldgenbach: „Da hatten wir sehr gute Phasen im Spiel, müssen aber noch konstanter werden. Gerade im Torabschluss müssen wir kaltschnäuziger werden.“ Dafür haben er und seine Mannschaft jetzt noch eine Woche, in welcher ein letzter Feinschliff erfolgen soll und man sich zudem auf den ersten Gegner der Saison vorbereite möchte.

Das ist auch dringend nötig, denn die gastgebenden Sportfreunde Budenheim zählen seit Jahren zu den Top-Teams der RPS-Oberliga, schlossen die letzte Runde auf dem 3. Tabellenplatz ab und waren lange Zeit der ärgste Verfolger von Meister und Aufsteiger SV 64 Zweibrücken.

Die Rheinhessen mussten nur wenige Abgänge verkraften, konnten dadurch den Kader weiter verstärken. Einzig Mittelmann Lukas Nagel wird auf Grund eines Auslandssemesters wohl eine Zeit lang fehlen. Mit Martin Schieke, der zu den besten Kreisläufern der Oberliga zählt, wechselte ein erfahrener Spieler von der HSG Rhein-Nahe Bingen zu den Sportfreunden. Zudem holte Budenheim mit Patrick Hess von der HSG Kastellaun/Simmern einen Linkshänder in den Kader. Mit diesen zwei Neuzugängen und den bereits vorhandenen Spielern, möchte Trainer Volker Schuster das Projekt „Dritte Bundesliga“ weiter forcieren.

Dabei baut er auf eine solide Deckung mit einem extrem schnellen Umschaltspiel. Für die Löwen bedeutet dies, dass man sich keine leichtfertigen Ballverluste leisten darf und konsequent im Abschluss sein muss. Insgesamt wartet Vallendar wartet ersten Spiel also direkt ein echter Kracher, dem man bestmöglich Paroli bieten will.

Die Rahmenbedingungen könnten dabei tatsächlich ein Vorteil für die Löwen sein, denn Budenheim lässt bei Heimspielen lediglich 60 Zuschauer zu, davon 5 Gästefans. Warum ein Vorteil? Kapitän Oliver Lohner: „Budenheim hatte immer viele Zuschauer und heißblütige Fans. Vielleicht können wir die ruhigere Atmosphäre zu unserem Vorteil nutzen. Ich denke insgesamt, dass in dieser Runde der Heimvorteil von vielen eventuell nicht so zum Tragen kommen könnte.“

Wie die Vergabe der Tickets für HVV-Fans erfolgen wird, steht indes noch nicht fest, es wird jedoch kurzfristig darüber informiert. Anwurf in der Waldsporthalle Budenheim ist am Samstagabend, 03.10.2020 um 20:00 Uhr.