HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

KNAPPE NIEDERLAGE!

Die Vallendarer Löwen müssen sich dem Tabellendritten SV 64 Zweibrücken knapp mit 22:19 geschlagen geben!

| Team I

Mit 22:19 mussten sich die Vallendarer Handballer am Samstagabend dem Drittplatzierten SV 64 Zweibrücken denkbar knapp geschlagen geben. Gegen eines der Top-Teams der Liga bot der HVV erneut eine kämpferisch tadellose Leistung. Schlussendlich verfiel man aber erneut in ein altes Muster, als man den Beginn des zweiten Durchgangs verschlief.

Im Endeffekt war die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit spielentscheidend. Denn nach der Pause, in die es beim Stand von 12:11 für die gastgebende SV 64 ging, glückte den Vallendarer Löwen herzlich wenig. Ganze sieben Minuten dauerte es, ehe Rechtsaußen Christian Offermann den Bann brach und das zwölfte Tor für sein Team erzielte. Doch da hatte Zweibrücken bereits drei Mal eingenetzt. Es folgten weitere sechs torlose Minute, bis Offermann erneut traf. Auch hier hatte die SV drei eigene Tore dazwischengeschoben. Beim Stand von 18:13 waren die Gastgeber fast schon uneinholbar enteilt. Vallendar gelang es in der Folge auch nicht entscheidend zu verkürzen.

Zehn Minuten vor dem Ende musste die Partie für mehrere Minuten unterbrochen werden, da sich Fans beider Lager miteinander anlegten. Eine Randnotiz, in einem sonst fairen Wettstreit. Vallendars Trainer Wolfgang Reckenthäler entschuldigte sich später bei der Pressekonferenz für den Zwischenfall. Doch was wäre ein Handballspiel ohne Emotionen, die gelegentlich auch mal überschwappen können?!

Emotionsgeladen war die Begegnung allemal. Zwei aggressive und vor allem offensive Abwehrreihen sorgten für mächtig Dampf auf dem Spielfeld. Hier trafen die einzigen Mannschaften der RPS-Oberliga aufeinander, die eine 3:2:1-Formation bevorzugen. Allein dadurch war das Spiel ein Leckerbissen für Kenner.

Der HVV, bei dem Kalani Schmidt mit einer Fingerverletzung noch länger ausfallen wird, erwischte einen guten Start, musste aber ab der zehnten Minute einem kleinen Rückstand hinterherlaufen. Spielmacher Merlin Busse und der starke Kapitän Oliver Lohner brachten die in weiß gekleideten Löwen wieder heran. Nach 20 Minuten legte Zweibrücken den nächsten Lauf hin, ging mit 9:6 in Front. Erneut waren Busse und Lohner zur Stelle und kurz vor der Halbzeit verkürzte Linkshänder Stefan Baldus auf 12:11. Vallendar hatte sich aufgerieben und einige Federn gelassen. Die Defensive der SV war an diesem Abend bärenstark und kaum zu knacken.

Dann kam der Knack eingangs der zweiten Halbzeit, wodurch der HVV mit 22:19 das Nachsehen hatte. Statistisch gesehen hatte Vallendar dabei sogar noch mehr Feldtore erzielt. Der HVV vergab seinen einzigen Siebenmeter. Die beiden Unparteiischen, die im gesamten Spiel keine einheitliche Linie fanden, sprachen Zweibrücken acht Versuche zu. Sie verwandelten davon sechs, womit ihnen also nur 16 Tore aus dem Spiel heraus gelangen.

Mit der gezeigten Leistung braucht sich der HVV definitiv nicht verstecken. Das Spiel wirkte nicht, wie auch Reckenthäler resümierte, als würde der Dritte auf den Drittletzten treffen.

Die Stimmen zum Spiel:

Kapitän Oliver Lohner: „Wir können mit unserer Leistung größtenteils zufrieden sein. Ärgerlich sind wieder die Minuten direkt nach der Pause, sonst wäre sicher mehr drin gewesen. Trotzdem sieht man einen positiven Trend. So langsam haben wir es alle satt zu verlieren. Nächste Woche wird der Fluch gebrochen, da sind wir uns ganz sicher.“

Stefan Baldus: „Zweibrücken hat wirklich eine unfassbar gute Abwehrleistung gezeigt. Aber wir haben dagegengehalten. Ich glaube, jeder in der Halle hat unser Potenzial gesehen. Besonders die Einstellung und Einsatzbereitschaft sind vorbildlich.“

Am kommenden Samstag, 16.02.2019 reist der HVV zum Schlusslicht TSG Friesenheim II. Die Bundesligareserve der Eulen hat bisher nur einen Punkt erspielt und kann den Abstieg wohl kaum noch verhindern. Doch gerade vor diesem Gegner sollte der HVV gewarnt sein, denn in der Pfalz gilt: verlieren verboten!

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Offermann (5), Lohner (3), Schaub (3), Hertz (2), Baldus (2), Busse (2), F. Schmitt (1), Strüder (1), Schleier, Woods, Stein, Andree.

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