HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

KNAPPE NIEDERLAGE!

Die Vallendarer Löwen unterliegen knapp bei Drittliga-Absteiger SV 64 Zweibrücken!

| Team I

Es war das erwartet schwere Spiel für den HVV, der am Samstagabend beim Absteiger SV 64 Zweibrücken antreten musste. Nach dem Auftaktsieg gegen Mundenheim aus der Vorwoche stand man dem nächsten Absteiger aus der 3. Liga gegenüber. Und die SV 64 bot eine ganz andere Vorstellung als das Team aus Ludwigshafen.

Dabei fanden die Löwen sehr gut ins Spiel, vor allem die Defensive der Rheinländer präsentierte sich in glänzender Verfassung. Nach knapp zwölf gespielten Minuten führte das Team von Trainer Christoph Barthel sogar mit 6:4. Doch die Hausherren holten auf und glichen die Partie binnen weniger Minuten wieder aus. Fortan pendelte die Führung hin und her. Auf Seiten der Vallendarer war es vor allem Neuzugang Gutfrucht und Kapitän Lohner, die die Akzente setzten – geleitet vom starken Spielmacher Merlin Busse. Doch in den letzten Momenten des ersten Durchgangs leistete sich der HVV zu viele einfache Fehler, welche die SV gnadenlos ausnutzte und eiskalt bestrafte. Unnötigerweise lag man damit dann zur Pause mit 17:14 im Hintertreffen.

Trainer Christoph Barthel: „Wir haben eine sehr starke erste Hälfte gespielt, unsere Abwehr stand sicher und vorne hatten wir viele Ideen. Der Pausenrückstand war absolut unnötig, das hätten wir vermeiden müssen. Aber gegen eine Mannschaft wie Zweibrücken darfst du dir einfach eine solche Phase nicht leisten, das war uns auch vor dem Spiel schon bewusst.“

Diese Schwächeperiode nahm Vallendar mit in die 2. Halbzeit und Zweibrücken konnte sich weiter absetzen. In dieser Phase lief bei den Löwen nichts zusammen, man verstrickte sich in Einzelaktionen und in der Defensive stimmten die Abstimmungen nicht. Die perfekt abgestimmten Kreuzbewegungen stellten Vallendar vor große Probleme und die Torhüter Burgard und Boinski waren machtlos gegen die platzierten Würfe. Nach 39 Minuten lag man bereits mit 23:17 in Rückstand, nach 47 Minuten sogar 30:19, als der SV 64 bereits die 30-Tore Marke knackte. Eine Auszeit und klare Ansprache von Barthel rüttelte sein Tram wach. Er appellierte an den Kampfgeist seiner Mannschaft und diese schien gut zugehört zu haben. Denn nun sah man wieder das Gesicht aus Halbzeit eins. Plötzlich stand die Abwehr bombenfest und auch Bastian Burgard zeigte starke Paraden. Die Rheinländer verkürzten wieder, kamen Tor um Tor heran. Sechs Treffer am Stück erzielte Vallendar nun, besonders der eingewechselte Christian Offermann spielte stark auf und erzielte drei blitzsaubere Tore. Schlussendlich brachten die Saarländer die Führung aber routiniert über die Zeit und so unterlag der HVV verdient mit 32:29.

Doch trotz dieser Niederlage gibt es keinen Grund Trübsal zu blasen. Denn man zeigte eine couragierte Vorstellung, ohne die beschriebene Schwächephase von knapp 20 Minuten wäre hier vielleicht etwas mehr drin gewesen. 

In der kommenden Woche steht erneut ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Am Sonntag, 17.09.2017 reist man zur HSG Völklingen, welche sich zuletzt dem TV 05 Mülheim mit 29:24 geschlagen geben mussten. Hier rechnet sich das Team um Christoph Barthel gute Chancen aus und man wird alles für die nächsten beiden Punkte in dieser Saison geben.

Die Stimmen zum Spiel:

Moritz Gutfrucht: „Wir haben sehr stark angefangen, gerade im Angriff hat vieles gepasst. Die einstudierten Konzepte haben funktioniert und wir sind zu leichten Toren gekommen. Dann aber haben wir irgendwie den Faden verloren, was total unnötig war. Da haben wir Standhandball gespielt, den Ball nicht laufen lassen und nur Eins-gegen-Eins gespielt. Das hat Zweibrücken ganz hart bestraft. Diese Fehler im Angriff konnten wir nach dem Seitenwechsel leider auch nicht ablegen. Kurzzeitig sah es aus, als würden wir eine richtige Packung bekommen. Wir haben es aber geschafft, den Schalter wieder umzulegen und konnten das Ergebnis so doch recht positiv gestalten. Man sieht, dass diese Liga unglaublich stark ist, da muss man über 60 Minuten voll da sein. Das wollen wir nächste Woche in Völklingen auf jeden Fall besser machen.“

Physiotherapeut Alex Schmidt: „Die Mannschaft hat heute große Moral bewiesen. In einer sehr schwierigen Phase haben sich die Jungs zusammengerauft und wieder tollen Handball gezeigt. Das Ergebnis ist in dieser Höhe vollkommen in Ordnung, in Zweibrücken kann man verlieren, man braucht einen perfekten Tag um hier was zu holen. Die Mannschaft soll die 20-25 Minuten in der Mitte des Spiels ausblenden. Der Anfang der Partie und besonders der Schluss hat sich angefühlt wie ein Sieg, hier haben wir gespielt wie Gewinner. Die Spieler und gerade die Neuzugänge sind ja alle noch so jung, die werden schnell daraus lernen. Dem nächsten Spiel in Völklingen blicke ich ganz gelassen entgegen, wir sind gut und können so ziemlich jeden Gegner schlagen.“

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Baldus (6), Lohner (5), Gutfrucht (5), Woods (3/2), Busse (3), Offermann (3), Hertz (3/2), Meder (1), Strüder, Schleier, Schaub.

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte Schleier (16. Min, wegen Foulspiel)