HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

KNAPPE NIEDERLAGE!

Nach starker erster Halbzeit mussten sich die Vallendarer Löwen den Gästen aus Budenheim am Ende knapp mit 25:27 geschlagen geben!

| Team I

Eine Mannschaft mit zwei Gesichtern sahen die Zuschauer auf dem Mallendarer Berg am Samstagabend beim Oberliga-Spiel des HV Vallendar gegen das Top-Team der DJK SF Budenheim. Noch zur Halbzeit führten die Löwen mit 19:11, mussten sich am Ende dennoch mit 25:27 geschlagen geben.

Fassungslosigkeit und leere Gesichter sah man nach dem Abpfiff bei Spielern, Trainern und Zuschauer. Die Vallendarer hatten zuvor einen Vorsprung von acht Treffern zur Pause gegen die Sportfreunde Budenheim hergeschenkt. Ein sprachloser Co-Trainer Sven Schleier: „Ich kann mir das beim besten Willen nicht erklären. Im ersten Durchgang waren wir überragend und haben dann scheinbar alles, was wir zuvor richtig gut gemacht haben, in der Kabine gelassen.“

Seine Mannschaft spielte in Halbzeit eins schlichtweg überragend und ließ den hoch favorisierten Gästen aus Rheinhessen nicht den Hauch einer Chance. Dabei verlief der Start in die Begegnung noch ausgeglichen. Die stetigen Führungstreffer der Hausherren wussten die Sportfreunde in den ersten zehn Minuten jedes Mal noch auszugleichen, doch dann kam der Löwen-Express richtig ins Rollen.

Grundstein war eine starke Abwehr, in deren Zentrum Fabian Schmitt, Christian Schaub und Dominik Stein ganze Arbeit leisteten. Ihrer robusten und agilen Herangehensweise war es zu verdanken, dass man viele Ballgewinne erzwang. Auch Torhüter Nils Lorenz glückte es mehrmals glänzend zu parieren, sodass der HVV in die Gegenstöße kam. Kalani Schmidt eröffnete das Feuerwerk, als er zum 8:6 einnetzte. Budenheims Kreisläufer Kevin Knieps schloss nochmal auf, dann folgte die beste Phase der Vallendarer.

Innerhalb von nur wenigen Minuten erzielte der HVV fünf Treffer in Serie und schraubte das Ergebnis auf 13:7 nach oben. Auch eine zwischenzeitliche Auszeit von Gästetrainer Volker Schuster konnte diesen Lauf nicht stoppen. Budenheim stand mit dem Rücken zur Wand und Vallendar ließ nicht locker. Kurz vor dem Pausenpfiff legten die Hausherren nochmals einen Doppelschlag hin, sodass man mit einer 19:11-Führung in die Kabine ging. Sven Schleier: „Da waren wir einfach überragend. Budenheim hatten uns keine Mittel entgegen zu setzen. Darauf konnte man richtig stolz sein.“

Doch nach dem Seitenwechsel sah man leider eine komplett andere Vallendarer Mannschaft. Die Zuschauer hätten sich wohl gewünscht, dass die erste Halbzeit nicht geendet hätte, denn man fühlte sich deutlich an die Vorwoche erinnert. Auch da führte der HVV gegen die VTZ Saarpfalz zur Pause, zog schlussendlich aber deutlich den kürzeren. Doch dort betrug der Vorsprung lediglich zwei Tore, an diesem Abend waren es derer acht.

In den ersten zehn Minuten konnte man die Führung gegen wütende Budenheimer noch konstant bei fünf Toren halten, doch nach und nach schrumpfte dieser weiter. In der Defensive konnte man vor allem die Anspiele an den Kreis nicht mehr verhindern, etwas was zu Beginn noch bravourös gelang. Vorne machte sich zum einen das Fehlen von Spielmacher Merlin Busse bemerkbar, der auf Grund einer Verletzung an der Hand nicht mitwirken konnte. Zum anderen merkte man den Spielern nun das enorm hohe Tempo aus der ersten Halbzeit an.

Schleier: „Die ersten 30 Minuten waren brutal schnell und haben ihren Tribut gefordert.“ Tor um Tor knabberte Budenheim ab, ehe diese in der 50. Minute durch Kreisläufer Knieps ausgleichen konnten. Vallendar gingen die Optionen im Rückraum aus, denn Schaub, Schröder und Hertz hatten sich zuvor aufgerieben. Vallendar stemmte sich mit allen Mitteln gegen die drohende endgültige Wende, doch die Sportfreunde hatten nun ihrerseits einen Lauf. Auch die zwischenzeitliche Disqualifikation (40. Minute) von Budenheims Abwehrchef Arne Rigterink, der Christian Schröder rüde von der Seite attackiert hatte, brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Sechs Minuten vor dem Ende dann die erste Führung der DJK SF, Vallendars Akkus waren vollends leer. Der letzte Treffer des Spiels war das 25:27 der Budenheimer drei Minuten vor dem Ende.

Trotz eines Vorsprungs von acht Toren zur Pause, war es den Löwen nicht geglückt, diesen über die Zeit zu retten. Schleier: „Wir haben heute gesehen, dass ein Handballspiel einfach 60 Minuten dauert. Gegen einen Gegner wie Budenheim genügen einfach keine 30 guten Minuten. Natürlich gingen uns am Ende die Kräfte aus aber wir müssen da einfach viel ruhiger und cleverer sein.“

Durch diese Niederlage verweilt der HVV im unteren Drittel der Tabelle und muss am kommenden Wochenende den nächsten Anlauf auf zwei weitere Zähler angehen. Am Sonntag, 10.11.2019 ist man um 18:00 Uhr zu Gast bei der HSG Worms, die aktuell noch hinter dem HVV liegt.

Es spielten für den HVV: Lorenz, Boinski, Schenk (alle im Tor), Schröder (6), Offermann (5/2), Woods (3/1), K. Schmidt (3), Lohner (2), Schaub (2), Krechel (2), Hertz (1), F. Schmitt (1), Stein, Schleier.