HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

KAMPF NICHT BELOHNT!

Die Vallendarer Löwen zeigen bei der VTV Mundenheim eine kämpferisch starke Leistung, unterliegen allerdings mit 32:28!

| Team I

Nach dem Unentschieden zum Saisonstart gegen Rhein-Nahe Bingen, musste der HVV zur VTV Mundenheim reisen. Es war nicht nur ein Spiel, sondern auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Denn der VTV wird seit dieser Saison von Andreas Reckenthäler gecoacht und auf Linksaußen spielt bereits seit einigen Jahren Marco Binnes. Doch die Löwen wollten den Hausherren nichts schenken und zwei Punkte mit in die Heimat nehmen. Daraus wurde leider nichts, Vallendar verlor mit 32:28.

Die Löwen verpassten die Anfangsphase gründlich und gingen umgehend mit 3:1 in Rückstand. Von Beginn an entwickelte sich eine harte Partie, die oftmals an den Grenzen der Legalität geführt wurde. Bereits nach fünf Minuten wurden Oliver Lohner und Mundenheims Yannick Muth zum Abkühlen auf die Bank geschickt. Die Löwen liefen diesem Rückstand die gesamte erste Halbzeit hinterher und vergaben dabei beste Tormöglichkeiten. Trainer Christoph Barthel: „Schon da haben wir viel zu viele freie Würfe vergeben. Natürlich hat Mundenheim mit Nico Klein einen starken Keeper zwischen den Pfosten, aber freistehend müssen 8 von 10 Versuchen einfach drin sein.“

Das wurde dem HVV schlussendlich zum Verhängnis, denn die Hornissen nutzten dies zu gut herausgespielten Toren aus. Besonders Kreisläufer Aaron Schleidweiler bekamen die Rheinländer zu keiner Zeit in den Griff. So setzten sich die Pfälzer immer weiter ab, über 10:6 (22. Minuten) bis zum 12:8 (25. Minute). Nun drehte die Reckenthäler-Sieben richtig auf und bot ihre stärkste Phase, wodurch diese gegen verunsicherte Löwen mit 16:10 in Führung gingen. Der HVV fand kein Mittel gegen die agile und zugleich knüppelharte Defensive der Hausherren. Barthel nahm nun zum ersten Mal seinen Torhüter raus und brachte einen zusätzlichen Feldspieler. Beim Stand von 16:11 ging es schließlich in die Pause, Zeit um einige Veränderungen durchzuführen.

Nach dem Seitenwechsel schafften es die Löwen dann tatsächlich den Rückstand Stück für Stück zu verkürzen. Getragen vom starken Bastian Burgard im Tor und Merlin Busses Übersicht im Angriff kam man gegen jetzt schwächelnde Gastgeber wieder heran. Großen Anteil daran hatte eben jener siebte Feldspieler, welchen Barthel konsequent ins Spiel schickte. Beim 19:17 durch Lukas Hertz zückte Andreas Reckenthäler seinerseits die grüne Karte. Im Gleichschritt ging es in die Schlussviertelstunde, doch spätestens jetzt zeichnete sich das Fehlen und damit auch die Treffsicherheit von Rechtsaußen Christian Offermann ab, der an diesem Abend nicht im Kader stand. Auch Linksaußen Kalani Schmidt war studienbedingt nicht mit der Mannschaft gereist. Der HVV vergab über den gesamten Spielverlauf vier Siebenmeter und war von den Außenpositionen insgesamt nicht treffsicher genug.

Mundenheims Mittelmann Yannick Muth führte die Schwarz-Gelben in die finalen 10 Minuten. Muths schnellen Körpertäuschungen bekam Vallendar einfach nicht in den Griff und auch seine Anspiele auf Kreisläufer Schleidweiler machten nun den Unterschied aus. Nach dem 26:24 (49. Minute) waren es eben diese Beiden, welche die Treffer bis zum 29:25 besorgten – da waren noch drei Minuten auf der Hallenuhr. Das Spiel war jetzt endgültig gelaufen, schlussendlich unterlag der HVV verdient mit 32:28.

Vallendar findet sich dadurch erst einmal im Keller der Tabelle wieder, mit 1:3 Punkten belegt man lediglich den 14. und damit drittletzten Tabellenplatz. Den Löwen stehen schwere Wochen ins Haus, denn gegen die nächsten Gegner hat man maximal einer Außenseiterchance. Kommenden Samstag, 15.09.2018 um 18:00 Uhr empfängt man zunächst die SG Saulheim, welche Zweibrücken klar mit 27:16 schlagen konnte, ehe im Anschluss Hochdorf, Zweibrücken und die ungeliebte HSG Völklingen warten.

Die Stimmen zum Spiel:

Kapitän Oliver Lohner: „Die Niederlage geht so in Ordnung, wir haben unsere freien Würfe nicht reingemacht, sonst kann es auch anders ausgehen. Von der Einstellung hat es eigentlich gestimmt, trotzdem war das Spiel gegen Bingen anders. Da war viel mehr Stimmung und Power dahinter. Nächste Woche gegen Saulheim erwarte ich von der Mannschaft wieder ein anderes Gesicht, vor allem der unbedingte Siegeswille muss da sein. Saulheim hat derzeit ein Hoch, aber das nützt ja nichts, zu Hause muss endlich der erste Saisonsieg her.“

Fabian Schmitt: „Wir lagen teilweise weit hinten, sind dann wider herangekommen. In der Abwehr haben wir uns dann zusammengerauft und auch vorne unser Kombinationsspiel endlich durchgezogen. Aber dann kamen die Fans vom VTV nochmal und haben ihre Mannschaft nach vorne gepeitscht. Mit mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor wäre vielleicht der Ausgleich drin gewesen. Gegen Saulheim müssen wir von der ersten Sekunde zu 100% da sein und nicht erst ab der zweiten Halbzeit.“

Es spielten für den HVV: Burgard, S. Stein (beide im Tor), Baldus (6), Hertz (5/3), Gutfrucht (5), Lohner (4), Busse (3), Woods (2/1), Schleier (2), Schmitt (1), Krechel, D. Stein, Schaub, Strüder.