HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

HEIMNIEDERLAGE!

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge mussten sich die Vallendarer Löwen der VTV Mundenheim geschlagen geben!

| Team I

Nach fünf Siegen in Serie mussten sich die Vallendarer Handballer nun der VTV Mundenheim geschlagen geben. Das 24:32 in der heimischen Sporthalle auf dem Mallendarer Berg, war der erste Punktverlust im neuen Jahr. Die Löwen hatten einige wichtige Ausfälle zu verkraften, Veit Waldgenbach zeigte sich daher auch durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

Irgendwann musste es ja mal wieder soweit sein, denn es war klar, dass die grandiose Siegesserie des HVV nicht ewig halten würde. Gerne hätte man gegen das Spitzenteam aus Mundenheim wieder gepunktet, doch die Mannschaft vom Ex-Vallendarer Andreas Reckenthäler war zu stark. Gegen den Tabellenvierten musste Waldgenbach auf Spielmacher Merlin Busse verzichten, dazu kam eine Verletzung von Christian Schröder. In einer harten Partie verkaufte sich Vallendar teuer, nahm den Kampf an und unterlag schlussendlich mit ein paar Toren zu viel. Waldgenbach: „Allein der Ausfall von Merlin war ein großer Nachteil, dann verletzte sich Christian relativ früh im Spiel. Wir mussten improvisieren, hatten wenige Wechselmöglichkeiten im Rückraum. Zudem war unsere Abwehr nicht ganz so sicher. Trotzdem haben wir bis zum bitteren Ende gekämpft. Die VTV steht nicht umsonst auf Platz 4.“

Dabei hielten seine Löwen über lange Zeit sehr gut mit. In einer hektischen Anfangsphase ging man umgehend mit 2:0 in Führung und konnte den Vorsprung bis zur 15. Minute halten. Mundenheims Trainer Andreas Reckenthäler bot von Beginn an einen siebten Angreifer auf, nahm dafür den Torhüter vom Feld. Der gewünschte Effekt blieb komplett aus, die Löwen trafen binnen kürzester Zeit drei Mal ins verlassene Gästetor. Sein Experiment ließ Reckenthäler dann auch sein, ab da lief es besser für seine „Hornissen“. Beim 8:8 (17. Minute) glichen die Ludwigshafener erstmals aus.

Zu diesem Zeitpunkt war Christian Schröder bereits nicht mehr dabei, nach einem Schubs in der Luft fiel er unglücklich auf die Schulter. Noch in der Halbzeit fuhr Schröder ins Krankenhaus, eine genaue Diagnose bleibt noch abzuwarten. Insgesamt agierten die Gäste oftmals am Rande der Legalität, die körperlich unterlegenen Vallendarer bissen auf die Zähne. Das 8:9 durch Marcel Deege bedeutete die erste Führung für Reckenthäler und seine VTV. Bis zum Pausenpfiff bauten diese den Vorsprung leicht aus, sodass es beim Stand von 13:15 in die Kabine ging. Waldgenbach: „Es waren nur zwei Toren, mit diesem Ergebnis konnten wir zufrieden sein. Wir haben uns ein paar Änderungen in Abwehr und Angriff vorgenommen, aber an erster Stelle mussten wir unsere Kräfte gut einteilen.“

Andreas Reckenthäler konnte im Rückraum etwas mehr wechseln als sein Gegenüber. Dies machte sich im Verlauf der zweiten Halbzeit auch durchaus bemerkbar. Beim 14:15 durch Offermann waren die Löwen wieder dran, dann leisteten sich die Hausherren einfach Ballverluste, was schließlich im 15:19 (34. Minute) mündete. Mit einem Kraftakt schloss man durch Tore von Strüder und Hertz wieder auf, nach 39 Minuten lautete das Ergebnis 19:21. Die VTV zeigte nur, warum sie zurecht in der Spitzengruppe steht, erzielte drei weitere Tore in Serie und Waldgenbach nahm seine zweite Auszeit.

Waldgenbach: „In dieser Phase waren wir etwas ideenlos und es fehlte auch das nötige Glück. Mundenheim hat leidenschaftlich verteidigt und schnell gekontert.“ Eben diese schnellen Treffer über die erste und zweite Welle gelang es nicht zu verhindern, das Spiel wurde von Minute zu Minute und die Stimmung heizte sich ob der groben Mundenheimer Herangehensweise merklich auf. Dies mündete fünf Minuten vor dem Ende in einer Rudenbildung, nachdem Strüder und Deege nach einem Zweikampf aneinandergerieten. An dessen Ende stellten die Unparteiischen vier Vallendarer und drei Mundenheimer Akteure, die nach einer Ausschreitung gegen Kastellaun sowieso unter Beobachtung stehen, vom Feld.

Vallendar verteidigte nun also mit drei Feldspielern gegen vier Angreifer, trotzdem gelang ein Ballgewinn. Unmut zog Reckenthäler dann auch noch auf sich, als er kurz vor Schluss, bei einer 7-Tore-Führung noch eine Auszeit nahm. Am Ende unterlag der HVV mit 24:32 ein paar Tore zu hoch, denn man hatte der VTV über weite Strecken das Leben enorm schwer gemacht. Und Handball wäre nicht Handball, wenn die Meinungsverschiedenheiten auf dem Feld nicht direkt nach dem Abpfiff abgehakt wären. Hartes Einsteigen auf dem Platz, doch Versöhnung danach, zeichnet unseren Sport einfach aus.

Trotz dieser Niederlage ist man in Vallendar weiterhin äußerst zufrieden mit den Ergebnissen der letzten Wochen, maximal auf Platz acht kann man derzeit abrutschen. Am kommenden Wochenende steht ein weiteres enorm wichtiges Spiel auf dem Programm. Beim Gastspiel am Sonntag, 09.02.2020 in Bingen hat man noch eine Rechnung für die 23:26-Niederlage aus dem Hinspiel offen. Mit einem Erfolg können die Löwen ihre Position im vorderen Mittelfeld festigen.

Die Stimmen zum Spiel

Kapitän Oliver Lohner: „Wir haben heute alles gegeben, aber leider war nicht mehr drin. Die Ausfälle von Merlin und Christian waren über die vollen 60 Minuten nicht zu kompensieren. Natürlich hätten wir Andreas gerne die beiden Punkte abgeholt, aber es war auch klar, dass unsere Serie irgendwann reist. Das Spiel war sehr intensiv, mit dieser Einstellung haben wir in Bingen gute Chancen auf einen Punktgewinn.“

Jonas Strüder: „Mundenheim war heute in vielen Phasen etwas wacher als wir und hat unsere Fehler konsequenter ausgenutzt. In der Deckung standen wir nicht ganz so stabil, haben zu viele Würfe aus dem Rückraum und vom Kreis zugelassen. Die stehen nicht umsonst ganz weit oben, für uns zählt jetzt nur noch das Spiel am kommenden Wochenende.“

Es spielten für den HVV: Lorenz, Boinski, Schenk (alle im Tor), Strüder (5), Hertz (4), Offermann (4/2), Schröder (3), Lohner (2), Woods (2), K. Schmidt (2), Schaub (1), Krechel (1), Stein.