HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

HEIMNIEDERLAGE!

Die Vallendarer Löwen mussten sich dem Tabellendritten TV Offenbach mit 26:31 geschlagen geben!

| Team I

Das hatten sich die Handballer des HV Vallendar wahrlich anders vorgestellt. Gegen das Überraschungsteam aus Offenbach unterlag die Mannschaft von Christoph Barthel in heimischer Halle mit 26:31. Grund dafür war allen voran eine schwache Leistung in der ersten Spielhälfte. Mit Blick auf das Derby gegen den TV 05 Mülheim am kommenden Freitag, gelang es nicht sich einen psychologischen Vorteil zu erarbeiten.

Voller Erwartungen war der HVV in das Heimspiel gegen die Pfälzer des TV Offenbach gegangen. Mit dem starken Auswärtssieg in Worms im Rücken, wollte man nun auch dem TVO Punkte abluchsen. Doch diese zeigten deutlich, dass ihr derzeitiger dritter Tabellenplatz alles andere als eine Momentaufnahme ist. Die Hoffnungen auf den nächsten Heimerfolg mussten Barthel und Co. quasi bereits nach wenigen Minuten wieder begraben.

Löwen verschlafen Anfangsphase

Der Start in die Partie gehörte ausschließlich den Gästen aus der Pfalz, diese präsentierten eine eingespielte Mannschaft und viel Übersicht im Rückraum. Bereits nach fünf Minuten musste Barthel mit seiner ersten Auszeit die Notbremse ziehen – da lagen seine Mannen bereits mit 0:4 im Hintertreffen. Barthel: „Wir waren gut vorbereitet, haben aber überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner bekommen. Die Bereitschaft Zweikämpfe anzunehmen war nicht da und vorne agierten wir mit zu wenig Tiefe und Engagement.“

In der Tat wirkte der HVV verunsichert und das trotz der Leistung aus der Vorwoche, welche das Selbstvertrauen der Spieler hätte stärken müssen. Nach dem Time Out wurde es nur kurzzeitig besser, Vallendar verkürzte auf 4:6. Offenbach schüttelte sich kurz, legte dann in Person des starken Lukas Klein das 4:8 (15. Minute) nach. Die sicher verwandelten Siebenmeter hielten den HVV am Leben, sodass der Rückstand weiterhin bei nur vier Toren blieb.

Der größte Knackpunkt und gleichzeitig die schwächste Phase bot der Gastgeber ab der 24. Minute. Nach dem 9:13 von Christian Schaub nahm Vallendar im eigenen Angriff den Torhüter vom Feld und brachte einen zusätzlichen Feldspieler. Dieser Plan ging, wie schon in jüngster Vergangenheit, komplett schief. Offenbach fing mehrere Bälle ab, lief Gegenstöße und traf zweimal in das leere HVV-Tor. Der TVO setze sich damit bis auf 9:19 ab, es drohte eine Schmach. Die beiden Anschlusstreffer zu Pause durch Busse und Schmidt waren nur eine kleine Ergebniskorrektur.

Vallendar verpasst die Wende

Vallendar kam dann wie ausgewechselt aus der Pause. Plötzlich zeigten die Rot-Weißen Biss, Durchsetzungsstärke und Selbstvertrauen. Barthel: „Ich habe der Mannschaft in der Pause gesagt, dass diese 2. Halbzeit ein reiner Charaktertest ist. Es ging darum, endlich Herz und Mut zu zeigen. Dem war dann auch so, angesichts der gezeigten Defizite in den ersten 30 Minuten aber nur ein schwacher Trost.“

Angeführt vom starken Spielmacher Merlin Busse und Rückkehrer Christian Offermann knabberten die Löwen Tor um Tor vom Rückstand ab. Nach 41 Minuten betrug dieser erneut nur noch vier Treffer (19:23), acht Minuten später besiegelte Christian Schaub mit dem 23:25 die nächste Trendwende. Das Spiel drohte nun zu kippen und Vallendar hatte mehrmals die Chance zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Doch Schmidt und Lohner scheiterten am guten Gästekeeper Norman Denzer. Das nutzten die Gäste aus und holten nun zum entscheidenden K.O.-Schlag aus. Das 25:29 durch Lukas Klein besiegelte endgültig den neunten Saisonsieg der Gäste. Mit 26:31 musste sich Vallendar schlussendlich geschlagen geben und verpasst es die direkten Konkurrenten Worms und Eckbachtal zu überholen.

Am kommenden Freitag, 23.11.2018 steigt um 20:00 Uhr dann das Derby beim TV 05 Mülheim. Auch der TV startet ohne Erfolgserlebnis in das Spiel, denn die Mannschaft von Hilmar Bjarnason verlor bei der HSG Kastellaun/Simmern überraschend deutlich mit 36:28. Ein detaillierter Vorbericht zum Derby im Mülheimer Schul- und Sportzentrum folgt.

Stimmen zum Spiel

Jonas Strüder: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit und explizit in den ersten fünf bis zehn Minuten verloren. Da waren wir kraft- und mutlos. In der zweiten Halbzeit war endlich Zug drin, ich kann nicht erklären, warum wir das nicht von Anfang an gezeigt haben. Nun gilt unsere volle Aufmerksamkeit dem Spiel in Mülheim, darauf werden wir uns bestens vorbereiten.“

Oliver Lohner: „Die Leistung in Worms war sehr stark, wir konnten heute aber nicht daran anknüpfen. Wir hatten und viel vorgenommen, uns das aber selbst sehr schnell verbaut. Offenbach hat souverän gespielt und sich nicht aus der Ruh bringen lassen. Nun sind wir heiß auf das Derby, darauf liegt unser Fokus.“

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Busse (6), Woods (5/4), Hertz (4), Offermann (3), K. Schmidt (3), Schaub (2), Lohner (2), Strüder (1), Stein, Krechel, F. Schmitt, Andree.