HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

DEUTLICHER HEIMSIEG!

Die Vallendarer Löwen konnten die TSG Friesenheim 2 deutlich mit 33:23 bezwingen und den ersten Saisonsieg feiern!

| Team I

Der Knoten ist bei den Vallendarer Handballern endlich geplatzt. Nach fünf sieglosen Spielen zum Saisonstart gewann das Team vom Rhein gegen den Tabellennachbarn TSG Friesenheim II souverän mit 33:23. Dem HVV gelang damit der erste doppelte Punktgewinn der laufenden Runde und man hofft nun eine Serie starten zu können.

Rundum erleichterte Gesichter sah man, nachdem der Schlusspfiff in der Sporthalle auf dem Mallendarer Berg ertönt war. Nach der ärgerlichen und durchaus vermeidbaren Niederlagenserie zum Start der Saison, konnte Vallendar nun endlich einen Sieg einfahren. Und dieser war immens wichtig, wie Trainer Christoph Barthel bestätigt: „Ein Sieg war heute Pflicht und alles andere vollkommen inakzeptabel, das habe ich der Mannschaft vorher auch ganz deutlich gesagt. Das haben wir auch geschafft, dennoch gibt es einige Punkte, mit denen ich nicht zufrieden war.“

HVV kontert Gegner aus

Beispielsweise die ersten zwei Minuten der Begegnung, wo Vallendar äußerst unglücklich agierte und mit 0:2 ins Hintertreffen geriet. Schnell fingen sich die Löwen jedoch, glichen nicht nur aus, sondern erzielten sechs eigene Treffer am Stück. Nach dem erneuten Friesenheimer Anschluss zum 6:4 (10. Minute) bot der HVV dann seine stärkste Phase. Die Defensive stand hervorragend, zwang die Gäste immer wieder ins Zeitspiel und zu ungünstigen Würfen aus der zweiten Reihe. Hinter dem guten Mittelblock um Lohner, Stein und Strüder stand mit Bastian Burgard ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten. Er leitete schnelle Gegenstöße über die Außen Kalani Schmidt und Philipp Woods ein, sodass der HVV nach 20 Minuten bereits die doppelte Anzahl an Toren aufweisen konnte (12:6). Schon jetzt ergaben sich die Pfälzer so langsam aber sicher ihrem Schicksal. Lukas Hertz drehte kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal richtig auf, besorgte quasi im Alleingang die deutliche Pausenführung von 20:9. Er erzielte alle seine sieben Treffer im ersten Durchgang und war mitentscheidend für den positiven Spielverlauf.

Sieg hätte noch höher ausfallen können

Christoph Barthel forderte sein Team auf, in der zweiten Halbzeit nicht nachlässig zu werden. Er räumte seinen etablierten Spielern Pausen ein, ließ Burgard, Schmidt, Woods, Busse und Baldus über weite Strecken auf der Bank. Dafür bekamen andere Spieler, wie Christian Schaub, Fabian Schmitt und Leon Krechel, die Gelegenheit sich zu zeigen.

Doch der Plan, die Führung noch weiter auszubauen, ging leider nicht auf. Hinten fehlten die Absprachen, man verlor zu viele Zweikämpfe und das Zusammenspiel zwischen Block und Torhüter stimmte nicht. Im Angriff verstrickte man sich zunehmend in Einzelaktionen und warf zu falschen Zeitpunkten auf das Tor der TSG. Barthel: „Da wurde ich schon etwas sauer, muss ich sagen. Friesenheim war wirklich nicht gut an diesem Abend. Wenn ich Spielern, die eigentlich keine Stammspieler sind, eine Chance gebe, dann erwarte ich vollen Einsatz. Vor allem in einem Spiel, dass nach 30 Minuten schon gelaufen war. Da muss man die Gelegenheit einfach nutzen und sich noch mehr aufreiben und darf sich eben nicht auf der Führung ausruhen.“

Doch genau das taten die Vallendarer, hielten der Vorsprung zwar konstant, schafften es aber nicht diesen noch weiter auszubauen. Kapitän Oliver Lohner: „Das war schon schade und ärgerlich zugleich, wir hätten mit mehr Biss auch weitaus höher gewinnen können. An so einem Abend kann man ordentlich was für das Torverhältnis tun, das haben wir aber nicht ausgenutzt.“

Einzig der Jüngste im Team, Leon Krechel, zeigte Mut und Engagement in seinem ersten Oberliga-Einsatz. Barthel: „Für Leon war es das erste Spiel und er war ziemlich nervös. Dass ihm dann direkt zwei Treffer gelingen, hat die komplette Mannschaft sehr gefreut. Er wird von allen voll akzeptiert und hat sich die Spielzeit und die Tore verdient.“ Die Partie neigte sich nun dem Ende entgegen, der HVV brachte den Vorsprung sicher ins Ziel und gewann schlussendlich deutlich mit 33:23.

An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an die Conlog Baskets Koblenz um Sportdirektor Thomas Klein, die das Heimspiel gegen Friesenheim 2 mit der gesamten Mannschaft besucht haben. Eine tolle Aktion von beiden Verein, ganz nach dem Motto „Sport verbindet“.

Stimmen zum Spiel

Lukas Hertz: „Es tut gut, endlich zu gewinnen. Wir wollen die Zeit der Niederlagen nun endgültig hinter uns lassen. Vor uns liegt ein spielfreies Wochenende, wir brauchen die Zeit auch um kleinere Blessuren auszukurieren. Danach kommt Homburg, das müssen die nächsten zwei Punkte werden. Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis zufrieden, besonders die erste Halbzeit war stark.“

Oliver Lohner: „Ich hoffe sehr, dass sich bei uns jetzt die Anspannung der letzten Wochen gelöst hat. Es war schon sehr frustrierend nicht zu gewinnen. Natürlich waren einige knappe Ergebnisse dabei, doch das hilft ja nichts, wenn man am Ende nichts Zählbares mitnehmen kann. Man hat richtig gemerkt, wie erleichtert alle waren und sich auch mal ein bisschen Frust von der Seele spielen konnten, das tat allen sehr gut. Die nächsten Aufgaben wollen wir genauso engagiert angehen und schnellstmöglich die nächsten Punkte sammeln.

Nächste Aufgabe

Vor dem HVV liegt ein spielfreies Wochenende, ehe Aufsteiger und Schlusslicht TV Homburg am Samstag, 20.10.2018 um 18:00 Uhr in den Löwenkäfig kommt. Auch diese Begegnung ist für Vallendar ein absoluter Pflichtsieg in der Mission, sich konstant weiter nach oben zu arbeiten. Christoph Barthel wird seinen Spielern wohl zwei, drei Tage frei geben, um zu regenerieren. Barthel: „Einige Jungs brauchen mal eine Pause, um komplett fit zu werden. Wir wollen ausgeruht, topfit und gut vorbereitet in das Spiel gegen Homburg gehen, denn auch hier gibt es nur eine Marschroute: gewinnen und zwei Punkte holen“

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Woods (8/6), Hertz (7), K. Schmidt (5), Strüder (2), Krechel (2), Schleier (2), F. Schmitt (2), Stein (2), Schaub (1), Busse (1), Baldus (1), Lohner.