HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

DERBY-TIME!

Am kommenden Freitag, 23.11.2018 reisen die Vallendarer Löwen zum Rheinland-Derby beim TV 05 Mülheim!

| Team I

Endlich ist es wieder soweit! Am Freitagabend, 23.11.2018 um 20:00 Uhr steigt das Spiel, welchem das gesamte Handball-Rheinland jede Saison aufs Neue entgegenfiebert. Der HV Vallendar reist einmal quer über den Rhein, um sich dem TV 05 Mülheim zu stellen. Die Partie verspricht wieder ein echter Kassenschlager zu werden, vor allem, da beide Teams nur wenige Punkte in der Tabelle der RPS-Oberliga trennen. Ideale Vorzeichen für ein spannendes und emotionsgeladenes Spiel, der mögliche Ausgang ist offener denn je.

Dabei ist es schon weit über zwei Jahre her, dass der HVV gegen den TV 05 gewinnen konnte. Damals hieß der Trainer der Löwen noch Wolfgang Reckenthäler. Seinem Nachfolger Christoph Barthel gelang in sechs Aufeinandertreffen noch kein Sieg gegen den ewigen Rivalen, für den er einst selbst in der 2. Bundesliga das Trikot überstreifte. Zuletzt schied seine Mannschaft im Viertelfinale des Rheinland-Pokals knapp gegen den TV aus. Barthel: „Die letzte Niederlage war mit einem Treffer sehr knapp. Meine Jungs sind heiß auf das Spiel und brennen darauf endlich wieder ein Derby zu gewinnen.“ Alle anderen Spiele verliefen deutlich zu Gunsten der Mülheimer, die sicher mit breiter Brust auftreten werden.

Extramotivation? „Wird es nicht brauchen, manche werde ich wohl eher bremsen müssen, damit sie nicht überdrehen. Die jüngeren und unerfahreneren Spieler muss man vielleicht etwas beruhigen und ihnen den Druck nehmen. Meine erfahrenen Spieler müssen vorangehen“, sagt Bathel. Mitentscheidend, da sind sich schon jetzt alle Verantwortlichen einig, wird schlussendlich die bessere Tagesform sein.

Wolfgang Reckenthäler, nun in der Funktion des Sportlichen Leiters, kennt diesen Faktor selbst bestens: „Wichtig ist, dass man schnell die Anfangsnervosität ablegt. Meine Zeit als Trainer ist ja noch nicht allzu lange her, daher erinnere ich mich noch gut daran. Es kribbelt mehr, man macht sich viele Gedanken. Die Mannschaft muss das schnellstmöglich ablegen, dann hat sie gute Chancen.“ Aber das allein wird sicher nicht reichen, um das Feld nach 60 Minuten als Sieger zu verlassen.

Was kommt auf die Fans zu? Die Ausgangslage der Teams

Der HVV legte einen klassischen Fehlstart hin, konnte sich in den letzten Wochen allerdings kontinuierlich steigern. Den ersten doppelten Punktgewinn schaffte man gegen Friesenheim II, es folgten Siege gegen Homburg und Eckbachtal. Vor zwei Wochen dann endlich der erste Auswärtssieg, als man bei der HSG Worms nach einer starken Mannschaftsleistung mit 28:32 überlegen war. Vergangene Woche erlitt man einen Rückschlag. Gegen den favorisierten TV Offenbach verlor der HVV nach desolater erster Halbzeit mit 26:31. Immerhin der zweite Durchgang machte Hoffnung, denn dort boten die Löwen eine Aufholjagd, kamen beinahe noch zum Ausgleich und drehten das Spiel fast noch.

Personell wird Barthel weiterhin auf Moritz Gutfrucht verzichten müssen, der nach seinem Kreuzbandriss mit der Reha begonnen hat. Christian Offermann ist wieder fit und auch der zuletzt angeschlagene Stefan Baldus wird zurück im Kader erwartet.

Mülheim lieferte zum Start der Runde das komplette Gegenteil der Löwen ab. Die Mannschaft von Hilmar Bjarnason begann fulminant mit 6:0 Punkten, musste sich im Anschluss jedoch zwei Mal geschlagen geben, ehe man die VTV Mundenheim bezwingen konnte. Der bisherige Verlauf gleicht etwas einer Berg- und Talfahrt, zuletzt ging der amtierende Rheinlandmeister drei Mal in Folge als Verlierer vom Platz. Die jüngste Niederlage bei der HSG Kastellaun/Simmern ärgerte Bjarnason besonders, denn sein Team wusste in den finalen 30 Minuten nicht zu überzeugen.

Hinzu kommt, dass der TV 05, laut den hauseigenen Berichten, im bisherigen Saisonverlauf auffällig häufig von unsicheren bis hin zu äußerst unsicheren Schiedsrichterleistungen heimgesucht wurde. Dennoch ist der TV 05 leicht favorisiert und das nicht nur auf Grund des besseren 10. Tabellenplatzes. Der HVV erwartet einen Gegner, der mit ordentlich Wut im Bauch auflaufen wird. Barthel: „Mülheim hat sich ganz bestimmt einiges vorgenommen. Die sind brandgefährlich und wir müssen gewarnt sein.“

Die Taktik

Wie Wolfgang Reckenthäler bereits konstatierte, wird es wichtig sein, sicher in die Begegnung zu starten. Der HVV muss zu Beginn sichere Aktionen fahren, sich auf die eigenen Stärken besinnen. Vor allem die Abwehr muss sicher stehen, benötigt ein besseres Zweikampfverhalten als noch vor einer Woche. Zu der Defensive gehören auch die Torhüter, welchen ein nicht unwesentlicher Anteil zukommt. Routinier Bastian Burgard benötigt einen Sahnetag, um Zerwas und Co. aufzuhalten. A propos Zerwas. Er ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des TV 05. Seine Torgefahr und das Zusammenspiel mit Kreisläufer Philipp Schwenzer bilden das Herzstück der Mülheimer Angriffsbemühungen.

Doch die anderen Akteure darf man allesamt keinesfalls unterschätzen. Spielmacher Julian Vogt wird flankiert von Jan Hommen und Nils Becker. Ergänzt werden diese von den schnellen Linksaußen Backes und Lütkemeier. Gerade um deren Gegenstoßspiel zu stoppen, muss der HVV im Angriff klare Chancen kreieren und sollte sich leichtfertige Ballverluste verkneifen. Seinerseits möchte der HV Vallendar natürlich sein gefürchtetes Konterspiel laufen und somit einfach Treffer erzielen.

Alle Handballfans der Region können sich also wieder auf ein extrem hochkarätiges Derby freuen. Mit einem Sieg kann der HVV nicht nur eine lange Niederlagenserie gegen den Rivalen beenden, sondern auch in der Tabelle bis auf einen Punkt aufschließen. Die Löwen jedenfalls wirken bereit und wollen den Bann gegen den TV 05 endlich brechen. Anwurf im Mülheimer Schul- und Sportzentrum ist am Freitagabend, 23.11.2018 um 20:00 Uhr. Allen Fans wird eine frühzeitige Anreise empfohlen, da mit einem sehr hohen Zuschauerandrang zu rechnen ist.