HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

DERBY IM POKAL!

Die Vallendarer Löwen empfangen am Donnerstag den TV 05 Mülheim im Pokal, ehe am Samstag die HSG Eckbachtal zu Gast in Vallendar ist!

| Team I

Der HV Vallendar befindet sich in der zweiten Englischen Woche der laufenden Saison und diese hat es mächtig in sich. Nur vier Tage nach der deutlichen 37:23-Niederlage in Budenheim, empfängt der HVV am Donnerstag (Allerheiligen) den alten Rivalen TV 05 Mülheim im Viertelfinale des Rheinland-Pokals. Das Spiel verspricht erneut ein echter Kassenschlager zu werden und die Löwen streben den Einzug ins Final Four an.

Besser als mit einem Derby kann ein Feiertag wohl nicht ausgefüllt werden! Vallendar gegen Mülheim – das ewig junge Duell der beiden besten Handballmannschaften im Rheinland. Am Donnerstag, 01.11.2018 um 17:00 Uhr ist es endlich wieder soweit. Die Vorfreude auf Seiten der Löwen ist riesig, wie Kapitän Oliver Lohner berichtet: „Die Spiele gegen Mülheim sind immer das absolute Highlight einer jeden Saison. Alle freuen sich, sind motiviert bis in die Haarspitzen. Es ist auch an der Zeit, dass wir unseren Bann gegen den TV 05 endlich brechen.“

In der Tat muss man in den Büchern der jüngsten Geschichte einige Kapitel zurückblättern, möchte man einen Vallendarer Derby-Sieg finden. Seit bald drei Jahren warten die Löwen und ihre Fans auf einen Erfolg gegen den Lokalrivalen. Der TV 05 wird seinerseits sicher ebenfalls alles daransetzen, auch an diesem Donnerstag den Platz als Sieger zu verlassen. Der HVV erwartet eine zum Bersten gefüllte Halle, wie der Sportliche Leiter und Ex-Trainer Wolfgang Reckenthäler angibt: „Was kann es an einem Feiertag denn Besseres geben, als Vallendar gegen Mülheim zu schauen?! Wir rechnen wieder mit einer ausverkauften Halle und freuen uns enorm auf dieses Event.“

Worauf kommt es an?

„Das Wichtigste ist eine stabile Defensive, sie ist unsere Grundlage. Wir werden viel laufen und im Positionsspiel bedachter vorgehen müssen“, sagt Trainer Christoph Barthel. Im bisherigen Saisonverlauf zeigte die Deckung des HVV noch nicht die gewünschte Konstanz, verlor zu viele Zweikämpfe. Gegen Mülheims geballte Rückraum-Power sind gute Absprachen im Block und ein frühzeitiges Attackieren der Gegner der Schlüssel zum Erfolg.

Der Angriff lebte in dieser Saison von Gegenstößen und herausgeholten Siebenmetern von Kreisläufer Oliver Lohner, der in fast jedem Spiel eine Sonderbewachung erhielt. Vallendar wird gegen den TV mehr Gefahr aus der zweiten Reihe entwickeln müssen und dass trotz der schweren Verletzung von Moritz Gutfrucht. Barthel: „Das Fehlen von Moritz merkt man schon deutlich. Aber nun sind andere gefragt. Lukas Hertz war die letzten Spiele überragend und auch Christian Schaub kommt immer besser rein.“ Vor allem Hertz spielte zuletzt wie befreit, besiegte Friesenheim und Homburg durch starke Leistungen fast im Alleingang. Auch auf Jonas Strüder wird mehr Verantwortung lasten, der Vorzeigekämpfer muss vor allem in der Abwehr seinen Mann stehen.

Mülheims Stärken

Max Zerwas. Der Rückraumspieler ist erneut in bestechender Form und führt die Torschützenliste der RPS-Oberliga mit einigem Abstand an. Er ist Dreh- und Angelpunkt der Gäste, insbesondere im Angriff. Barthel: „Max ist ohne Frage ein überragender Spieler. Wir dürfen ihm nur ganz wenig Platz geben, müssen ihn bekämpfen und beim Wurf stören, sonst haben unsere Torleute keine Chance. Wir werden ihn nicht komplett ausschalten können, aber wir müssen seinen Radius verkleinern.“ Doch Zerwas glänzt auch als Vorbereiter. Er und Spielmacher Julian Vogt haben das Zusammenspiel mit Kreisläufer Philipp Schwenzer über Jahre zu einem Automatismus werden lassen, der blindes Verständnis bedeutet.

Prognose

Ein Derby hat seine eigenen Gesetze, eine Voraussage fällt schwer. Der TV 05 war fulminant in die Runde gestartet, gewann die ersten drei Spiele sicher. Verlor dann jedoch fünf Partien in Serie, fand erst vergangene Woche mit einem Auswärtssieg in Friesenheim wieder in die Erfolgsspur zurück. Die Mannschaft von Hilmar Bjarnason hat eine heftige Woche vor sich. Nur einen Tag vor dem Derby im Pokal, nämlich am Mittwoch, empfängt man um 20:30 Uhr noch die HSG Eckbachtal in der Liga. Ob dies die Leistung einschränken wird? Schwer zu sagen, es kommt wohl darauf an, wie eng die Begegnung wird und ob Bjarnason seine Stammkräfte schonen kann. Schwerere Beine als gewöhnlich wird der Gast sicherlich haben.

Der HVV sinnt auf Revanche. Zum einen für teils krachende Niederlagen in den letzten beiden Jahren. Zum anderen möchte man die schmerzliche Auswärtsniederlage gegen Budenheim wiedergutmachen. Einem können sich die Fans gewiss sein: Sie werden zwei Teams sehen, die sich nichts schenken und bis zum Umfallen kämpfen werden.

Alle Zuschauer und Fans werden gebeten wieder frühzeitig anzureisen, da mit einem extrem hohen Zuschaueraufkommen zu rechnen ist. Als Parkmöglichkeit steht wieder der „rote“ Platz auf der Rückseite der Sporthalle zur Verfügung.

Der HV Vallendar freut sich am Donnerstag um 17:00 Uhr auf ein spannendes Derby, viele Zuschauer und einen hoffentlich besseren Ausgang für die Löwen!

Nächste Hürde: HSG Eckbachtal

Direkt zwei Tage nach dem Highlight im Pokal geht dann der Alltag in der RPS-Oberliga weiter. Bereits am Samstag, 03.11.2018 um 18:00 Uhr empfängt der HVV die HSG Eckbachtal. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt Christoph Barthel und seinem Team nicht: „Wir müssen mal schauen wie wir das lösen. Eigentlich trainieren wir jeden Freitag, nun haben wir eine Ausnahmesituation. Trotz des Derbys müssen wir uns aber genauso auf unsere Aufgaben in der Liga konzentrieren. Wir stehen unten drin und dürfen es uns nicht erlauben, nachlässig zu werden.“

Wahre Worte vom erfahrenen Trainer, denn sein HVV blieb bisher hinter den Erwartungen zurück. Mit 5:13-Punkten belegt man einen geteilten 13. Tabellenplatz. Aufsteiger Eckbachtal hingegen sorgte bereits für einige Überraschungen. Die Pfälzer schlugen Friesenheim und Homburg deutlich, konnte darüber hinaus Rhein-Nahe Bingen und sogar die SG Saulheim bezwingen. Barthel: „Die HSG ist absolut nicht zu unterschätzen. Das ist eine starke und eingespielte Mannschaft, mit einer enormen Moral, die uns alles abverlangen wird.“

Der HVV möchte unbedingt den Elan aus den letzten beiden Heimsiegen gegen Friesenheim und Homburg mitnehmen und auch gegen Eckbachtal zwei Punkte einfahren. Kapitän Oliver Lohner: „Wir wollen langsam aber sicher aus dem Keller raus. Dafür ist ein Sieg gegen Eckbachtal absolut Pflicht. Ich erwarte von mir und meiner Mannschaft Laufstärke, eine harte Deckung und sichere Abschlüsse.“ Anwurf in der Sporthalle auf dem Mallendarer Berg wird wie gewohnt um 18:00 Uhr sein.