HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

BUNDESLIGA-DEBÜT!

Am heutigen Sonntag steht Torben Waldgenbach erstmals im Kader des Bundesliga-Teams der HSG Wetzlar!

| HVV

Es ist erst knapp zwei Jahre her, da schnürte Torben Waldgenbach noch die Schuhe für den HV Vallendar – wenn auch mit einem Zweitspielrecht neben seinem eigentlichen Engagement in der A-Jugend der HSG Wetzlar. Dort gewann er die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend, wechselte im Anschluss in die 3. Liga zum TV Hochdorf. Nach einem einjährigen Intermezzo zog es ihn zurück in seine Wahlheimat. Es lockte die Chance mit der jungen HSG Wetzlar U23 in der 3. Bundesliga anzutreten. Gleichzeitig gilt sein Kontrakt aber auch für die Profis. Torben absolvierte die komplette Vorbereitung mit der Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider, trainiert in der laufenden Runde regelmäßig mit dem Team.

Auf seinen ersten Einsatz in der DKB Handball-Bundesliga musste er nicht so lange warten wie gedacht. Am heutigen Sonntag wartet nicht nur der ungeschlagene Tabellenführer, sondern zugleich auch knapp 6.000 Zuschauer in der Flens-Arena auf ihn und seine HSG Wetzlar. Kann es ein besseres Debüt geben?!

Wir hatten die Chance, exklusiv mit Torben darüber zu sprechen. Es schwingt schon jetzt ein Hauch von Bundesliga in den Worten von Torben Waldgenbach mit. Er ist ruhig, doch neben absoluter Konzentration und Entschlossenheit, hört man auch große Vorfreude in seiner Stimme: „Für mich geht natürlich ein absoluter Traum in Erfüllung. Ein besseres Debüt als in Flensburg kann es kaum geben, die sind derzeit einfach die beste Mannschaft Deutschlands. Die Stimmung wird sicher überragend sein, ich freue mich sehr darauf.“

Nach dem legendären Jens Tiedtke, der ebenfalls in Wetzlar spielte, ist Waldgenbach der erste Spieler aus der Schule des HV Rheinland, der es in die 1. Bundesliga schafft. Zudem ist er ein „Vallerer-Jung“ und viele kennen Torben noch als Jugendlichen, der voller Elan durch die Halle lief. Mittlerweile ist der 20-Jährige erwachsen, misst stattliche 1,93 Meter und wiegt über 100 Kilo. Kein Wunder, er trainiert im Schnitt sechs bis acht Mal pro Woche. Mit seinem ebenfalls sehr talentierten Bruder Jan, hat er eine WG in Dutenhofen bezogen. Natürlich direkt neben der Wetzlarer Trainingshalle.

Seine Nominierung für das Bundesliga-Spiel in Flensburg kam recht spontan, nämlich am Montag. Nach der Verletzung von Alexander Hermann vergrößerte sich das Lazarett der HSG Wetzlar erneut. Kai Wandschneider stehen insgesamt nur noch sechs Rückraum-Akteure zur Verfügung – inbegriffen sind da schon Waldgenbach und der ebenfalls sehr junge Hendrik Schreiber. Waldgenbach und der HSG Wetzlar steht bei dem Gastspiel in Flensburg eine schwere Aufgabe bevor. Seine Kameraden aus der U23 hingegen müssen ohne Torben zu Hause gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Eisenach antreten.

Ob er mit Minuten gegen den amtierenden deutschen Meister und den potenziellen direkten Gegenspieler Holger Glandorf rechnet? Der junge Halblinke mit der Rückennummer 24 gibt sich bescheiden: „Wenn mich der Trainer bringt, dann werde ich alles geben und versuchen die Vorgaben umzusetzen. Vor einem Namen wie Glandorf hat man sicher Respekt, darf aber keine Angst haben.“ So klingt Entschlossenheit. Der Erfolg von Torben zeigt, dass sich harte Arbeit in der Jugend auszahlt. Mit ihm hat das Rheinland auf jeden Fall schon jetzt ein neues Idol gewonnen.

Wenn am Sonntag um 16:00 Uhr Anwurf ist, werden sicher auch Tina und Veit Waldgenbach gespannt vor dem TV sitzen. „Die Beiden schauen das Spiel bestimmt gemeinsam mit meinen Großeltern“, sagt Torben. So wie es sich für eine echte Handballer-Familie eben gehört.

Wer das Debüt von Torben mitverfolgen möchte, kann das live tun. Sky Sport zeigt die Begegnung inklusive Vorbericht heute ab 15:35 Uhr.