HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

AUSWÄRTSSIEG!

Die Vallendarer Löwen konnten beim 22:27-Auswärtssieg in Homburg den dritten Erfolg in Folge feiern!

| Team I

Dem HV Vallendar ist am Samstagabend der dritte Sieg in Serie geglückt. Beim Tabellenvorletzten TV Homburg gewannen die Rheinländer dank einer erneut starken zweiten Halbzeit verdient mit 22:27. Dennoch bleiben die Löwen vorerst auf dem 14. Platz, da sich der direkte Konkurrent HSG Kastellaun/Simmern keine Blöße gab.

„Schlussendlich zählen nur die beiden wichtigen Punkte“, sagte Vallendars Oliver Lohner nach den vollendeten 60 Minuten. Damit hat der Kapitän absolut recht, denn Gastspiele bei Teams aus dem Keller sind traditionell äußerst unangenehm. Ähnlich war es auch am Samstagabend, denn der TV Homburg machte den Vallendarern das Leben mächtig schwer. „Homburg hat eigentlich eine sehr gute Mannschaft und ist in meinen Augen auch besser als die bisherigen vier Punkte“, resümiert Trainer Wolfgang Reckenthäler. Am Ende war hauptsächlich der längere Atem des HVV auschlaggebend, gegen einen TVH, der wenig Wechselmöglichkeiten hatte.

Vor einer mageren Kulisse von knapp 50 Zuschauern, legte Vallendar einen Blitzstart hin. Mit 0:3 gingen die Gäste in Front, erst danach wachte Homburg allmählich auf. Nach 11 Minuten gelang den Saarländern der Ausgleich, die Löwen hatten vor allem in der Defensive ihre Schwierigkeiten. Besonders Alexey Wetz trumpfte groß auf und narrte die Abwehr der Löwen ein ums andere Mal. Auch den wurfstarken Linkshänder Philipp Daume attackierte man zu spät, sodass dieser insgesamt acht Mal den Ball an Keeper Björn Boinski vorbei bugsieren konnte. Der Weg bis zur Halbzeit verlief im Gleichschritt, Homburg profitierte von Unkonzentriertheiten und Fehlwürfen der Löwen. Beim Stand von 10:10 ging es in die Kabine.

Wolfgang Reckenthäler veränderte seine Abwehrformation, um vor allem die Kreise von Wetz einzuschränken. Doch viel wichtiger war die von Veit Waldgenbach angesprochene Einstellung. Vallendar war im ersten Durchgang nicht bissig genug und musste in puncto Kampfgeist nachlegen.

Der HVV zeigte nach Wiederanpfiff auch direkt ein anderes Gesicht. Spielmacher Merlin Busse gab den Takt vor und erhöhte das Tempo deutlich. Auch die Deckung um Lohner, Stein und Strüder stand jetzt felsenfest. Bereits nach wenigen Minuten konnten sich die Gäste auf 12:15 absetzen. Der eingewechselte Bastian Burgard, der unter der Woche noch krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, bot eine gute Leistung und half damit seinen Vorderleuten.

Linksaußen Kalani Schmidt war jetzt auch im Spiel und erzielte vier Treffer. Busse führte gekonnt Regie und leitete immer wieder clevere Spielzüge ein, an dessen Ende Oliver Lohner schließlich einnetzen konnte. Spätesten beim 17:25 durch Schmidt war das Spiel gelaufen. Doch in den finalen fünf Minuten leisteten sich die Löwen wieder einige unkonzentrierte Aktionen, durch die Homburg verkürzen konnte. Vallendar verpasste es damit einen noch höheren Sieg einzufahren, der sicher gut für das Torverhältnis gewesen wäre.

Der HVV verweilt nach diesem Erfolg weiter auf dem 14. Tabellenplatz. Kastellaun/Simmern gelang ein überraschender 22:24-Erfolg bei der vom Ex-Vallendarer Andreas Reckenthäler trainierten VTV Mundenheim.

Am kommenden Samstag, 16.03.2019 um 18:00 Uhr den HVV ein äußerst schweres Heimspiel. Zu Gast auf dem Mallendarer Berg wird die DJK SF Budenheim sein. Die Rheinhessen hatten sich lange Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga ausgerechnet, doch nach der jüngsten Niederlage zu Hause gegen Zweibrücken beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Hochdorf bereits sieben Punkte. Damit hat die SF nur noch rechnerische Chancen auf die Meisterschaft.

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Lohner: „Zwei ganz wichtige Punkte für uns. Es war gut, dass wir den Schwung aus den letzten Erfolgen mitnehmen konnten. Das gibt uns jetzt ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben. Budenheim ist sicher ein harter Brocken, doch vielleicht ist deren Moral nach der Niederlage gegen Zweibrücken etwas im Keller.“

Lukas Hertz: „Es war doch etwas ärgerlich, dass wir es nicht geschafft haben bis zur letzten Minute dominant zu sein. Ein haushoher Sieg hätte sicher nochmal eine andere Duftmarke gesetzt. Am Ende stehen die beiden Punkte aber im Vordergrund. In den nächsten Wochen wollen wir den Trend aufrechterhalten und uns in der Tabelle nach vorne arbeiten.“

Es spielten für den HVV: Burgard (1), Boinski (beide im Tor), Lohner (5), Woods (4/2), Offermann (4/1), K. Schmidt (4), Busse (3), Baldus (3), Strüder (2), Hertz (1), Stein, Schleier, Schaub, F. Schmitt.