HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

AUSWÄRTSSIEG!

Die Vallendarer Löwen konnten verdient mit 32:28 bei der HSG Worms gewinnen und somit den ersten Auswärtssieg feiern!

| Team I

Am Sonntagabend konnte der HVV den Bann in fremder Halle endlich brechen. Beim direkten Konkurrenten HSG Worms gewannen die Rheinländer hochverdient mit 28:32 und zeigten insbesondere im zweiten Durchgang eine souveräne Vorstellung. Vallendar befindet sich deutlich im Aufwärtstrend und fiebert nun dem nächsten Heimspiel entgegen.

Sichtlich erleichtert war Vallendars Trainer Christoph Barthel nach den vollen 60 Minuten: „Das war ein ganz wichtiger Sieg, endlich sind wir auch in fremder Halle erfolgreich. Die Mannschaft hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Wir waren hochkonzentriert, hatten immer die richtige Antwort parat. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren würden.“

Barthels Gefühl sollte sich von der ersten Minute an bestätigen, denn sein Team begann fokussiert und hielt dem Druck von hungrigen Gastgebern stand. Zwar lief der HVV zunächst einem Rückstand hinterher, doch das egalisierten die Rheinländer nach zehn Minuten in Person von Dominik Stein wieder. Angeführt vom starken Spielmacher Merlin Busse erarbeiteten sich die Löwen einen knappen Vorsprung. Kalani Schmidt erwirkte beim 8:9 die erste Führung seiner Rot-Weißen. Doch die heimische HSG steckte nicht auf, glänzte mit trickreichen Spielzügen. Im weiteren Verlauf gelang es den Gästen mehrfach nicht aus Überzahlsituationen Kapital zu schlagen. Zwar konnte sich die Barthel-Sieben zwischenzeitlich mit zwei Toren absetzen, doch dies wussten die Hausherren ihrerseits jedes Mal zu beantworten.

Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde es dann hektisch. Worms kassierte hintereinander gleich drei Zeitstrafen. Die Löwen hielten alle Trümpfe in der Hand, doch schaffte man es nicht die deutliche Überzahl zu nutzen. Im Gegenteil, denn Fabian Markert traf Sekunden vor dem Pausenpfiff per Unterarmwurf zum 13:13. Barthel: „Mit dieser Phase konnten wir natürlich nicht zufrieden sein, doch die 25 Minuten davor waren wirklich gut. Wir machten den wacheren Eindruck, das stimmte uns äußerst zuversichtlich für die zweite Halbzeit.“

Löwen weisen Drachen in die Schranken

Der erfahrene Trainer sollte Recht behalten, seine Mannschaft spielte nach Wiederanpfiff wie entfesselt. Angeführt vom starken Lukas Hertz spielten die Löwen nun richtig stark. Hertz glänzte als Vollstecker und bediente auch seine Nebenmänner sehenswert. Nutznießer war ein ums andere Mal Linksaußen Kalani Schmidt, der jede sich bietende Gelegenheit nutzte und insgesamt 8 sichere Tore erzielen konnte.

Die Stimmung in der mit 300 Zuschauer prall gefüllten Nikolaus-Dörr-Halle heizte sich zunehmend auf, doch die beiden Unparteiischen Messemer und Reichling behielten jederzeit den Überblick. Die Löwen zeigten sich von der aufkeimenden Hektik unbeeindruckt und zogen ihr Spiel unerbittlich durch. Auch der zwischenzeitlich 19:19-Ausgleich brachte den HVV nicht aus der Balance.

Erneut war es der bärenstarke Kalani Schmidt, der Vallendar wieder in Front brachte. Die Löwen boten nun ihre stärkste Phase der Begegnung und spätestens beim 21:24 durch Lukas Hertz verstummte dann auch Heimtrainer Tremmel, der kurz zuvor eine gelbe Karte kassierte. Mit dem daraus resultierenden Ballgewinn für den HVV erwies er seinem Team einen Bärendienst.

Sicher steuerte Vallendar in die Schlussphase und behielt weiter die Nerven. Schaub und Strüder stellten mit den Treffern 25 und 26 die Weichen endgültig in Richtung ersten Auswärtssieg. Barthel: „Man hat hier deutlich gesehen, dass die Mannschaft gereift ist. Auch in der hektischen Phase haben wir Ruhe und Übersicht walten lassen.“ Die stabile Defensiv um Kapitän Lohner, Stein und Strüder zwang die „Drachen“ zu schwierigen Würfen, die dann in den Fängen von Keeper Bastian Burgard landeten.

Der HVV sparte sich in den letzten Minuten Gegenstöße und damit auch Kraft. Auch ein letztes Aufbäume in Form einer offenen Deckung konnte den Löwen-Express nicht stoppen. Der junge Jacob Schleier tanzte seinen Gegenspieler aus und vollendete zum entscheidenden 27:32 für die Gäste. Am Ende überzeugte der HV Vallendar mit einem starken 28:32-Sieg und beendete damit seine Durststrecke auf fremden Terrain – die HSG Worms hingegen wartet weiter auf den zweiten Heimsieg der Saison, der erste ist nun schon fast eineinhalb Monate her.

Nach diesem Erfolg konnte der HVV weiter an das enge Tabellenmittelfeld aufschließen. Mit 9:13 Punkten stehen die Rheinländer zwar weiterhin auf dem 13. Tabellenplatz, doch liegt man nur noch drei Punkte hinter dem Siebtplatzierten aus Völklingen.

Nächste Aufgabe

Dem HVV steht ein äußerst schweres Heimspiel am kommenden Samstag, 17.11.2018 um 18:00 Uhr ins Haus, denn mit dem TV Offenbach ist die absolute Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison zu Gast auf dem Mallendarer Berg. Der TVO belegt derzeit den 3. Platz mit 16:6 Punkten. Der TVO musste sich lediglich Mundenheim, Hochdorf und Budenheim geschlagen geben. Doch mit einer Leistung wie eben der vom Sonntagabend muss den Löwen sicher auch gegen diesen starken Gegner nicht bange sein.

Stimmen zum Spiel

Kalani Schmidt: „Bereits vor dem Spiel ging es zwischen und ja schon heiß her, doch wir haben unsere Ambitionen an einen Mittelfeldplatz unterstrichen. Heute haben wir über 60 Minuten eine kraftvolle Vorstellung geboten, darauf können wir aufbauen. Uns ist taktisch sehr viel gelungen, vor allem im Angriff hatten wir viel Durchschlagskraft. Mit Offenbach kommt nun ein bandgefährlicher Gegner, der uns das Leben extrem schwer machen wird. Da sind wir wieder über 60 Minuten gefordert, doch unser Anspruch muss es sein zu Hause zu gewinnen.“

Oliver Lohner: „In der ersten Halbzeit hätten wir eigentlich schon früher führen können, haben aber unsere Chancen nicht konsequent genutzt. Bitter war es, dass wir in dreifacher Überzahl nicht treffen konnten. In der Pause haben wir uns vorgenommen mit mehr Konzentration vorzugehen. Die sich bietenden Chancen haben wir dann auch eiskalt genutzt und Bastian hat in der Schussphase sehr gut gehalten. Gegen Offenbach ist jetzt alles möglich. Wenn wir so spielen wie heute und vor allem die Abwehr sicher steht, dann ist alles möglich. Wir werden jedenfalls voll auf Sieg spielen.

Es spielten für den HVV: Burgard und Boinski (beide im Tor), Schmidt (8), Hertz (7/1), Strüder (5), Busse (4), Lohner (3), Schaub (2), Woods (1), Schleier (1), Stein (1), Baldus, Krechel.