HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

AUSWÄRTSNIEDERLAGE!

Die Vallendarer Löwen müssen sich beim TV Offenbach mit 26:21 geschlagen geben!

| Team I

Viel vorgenommen hatten sich die Vallendarer Löwen beim Auswärtsspiel in der Pfalz. In Offenbach setzte es eine ernüchternde 26:21-Niederlage, es war der dritte Misserfolg in Serie für die Rheinländer.

Bei arktischen Temperaturen in der Queichtalhalle starteten die Gastgeber mit großem Elan. Der Rückraum von Trainer Christoph Morio agierte mit viel Dynamik und gutem Laufspiel. Die Vallendarer liefen zumeist nur hinterher und konnten sich bei Schlussmann Bastian Burgard bedanken, dass man nicht frühzeitig in Rückstand geriet. Doch von der ersten Minute an spielte der HVV unüberlegt. Wie auch in der Vorwoche, bei der Derby-Niederlage gegen Mülheim, lag das Problem im Angriff. Man erzeugte zu wenig Druck auf die aggressive Defensive des Aufsteigers, welche am Rande der Legalität verteidigten. Teils vollkommen freie Würfe wurden gegen Gäste-Keeper Pfaffmann liegen gelassen. Hinzu kamen noch leichtfertige Ballverluste, die der TVO mit einfachen Gegenstößen bestrafte. Dadurch setzten sich die Pfälzer ab und gingen mit einer 11:9-Führung in die Halbzeit.

Zu allem Unglück verletzte sich Linksaußen Tim Meder bei einem Abwehrversuch. Minuten lang wurde er stark blutend auf dem Feld behandelt. Erste Diagnose: Jochbeinbruch. Ein Stürmerfoul gab es bei dieser Aktion übrigens nicht.

Bastian Burgard fast den ersten Durchgang zusammen: „Wir haben vorne zu viele Bälle hergegeben. Das Rückzugverhalten war alles andere als optimal, das hat Offenbach ausgenutzt. Auch unsere Absprachen in der Deckung waren nicht gut, gerade auf den Halbpositionen gab es zu viele Freiräume. Hinzu kam noch unsere mangelnde Chancenauswertung, wir können froh sein, dass wir nur mit drei Toren im Hintertreffen waren.“

Nach dem Seitenwechsel schien es zunächst, als würden die Löwen noch einmal herankommen. Nach Ballgewinnen schaltete man schnell um und kam nun endlich selbst zu Gegenstößen. Aber die Hausherren zogen ihr Spiel unaufhaltsam durch und setzten sich langsam aber sicher immer weiter ab. Bei Vallendar machte sich Unruhe breit, was in weitere unvorbereitete Würfe mündete. Die beiden unsicher wirkenden Unparteiischen wirkten dem nicht gerade entgegen. Reihenweise verhängten sie Strafwürfe gegen den HVV, Fouls von hinten oder Stöße in der Luft auf der anderen Seite, blieben ungesehen.

Doch das war nur ein Nebenschauplatz, denn die Löwen spielten einfach nicht clever genug. In eigener Überzahl schloss man unvorbereitet und über den starken Innenblock ab – teilweise sogar mit Schlagwürfen. Knapp acht Minuten vor dem Ende lag man mit 15:20 im Hintertreffen, da nahm Barthel seine letzte Auszeit. Linkshänder Baldus versuchte bei seinen Mitspielern die letzten Kräfte zu mobilisieren, doch an diesem Abend sollte es einfach nicht sein. Der TVO brachte den Vorsprung sicher über die Ziellinie und feierte verdient den ersten Heimsieg in der RPS-Oberliga.

Der HVV findet sich vorerst im unteren Tabellendrittel wieder, auf Platz 12, punktgleich mit dem Elften aus Völklingen. Offenbach ist auf nur einen Zähler herangerückt und lauert direkt hinter den Löwen.

Am kommenden Samstag, 18.11.2017 um 18:00 Uhr sind dann die Sportfreunde Budenheim zu Gast auf dem Mallendarer Berg. Die Rheinhessen zählen seit Jahren zu den Top-Teams der Liga. In der letzten Spielzeit konnte der HVV beim ersten Heimspiel der Saison deutlich gewinnen, dafür wollen sich die Rheinhessen sicher revanchieren. Für Christoph Barthel gilt es also einmal mehr Aufbauarbeit zu leisten. Man wird die Fehler im Detail analysieren und sicher einige Korrekturen vornehmen.

Die Stimmen zum Spiel:

Stefan Baldus: „Wir hatten zu wenig Bewegung im Angriff, haben den Druck im Rückraum nicht lange genug aufrechterhalten. Unsere Würfe waren oft unvorbereitet und zu nah am Tor. Auch unsere Außen sind heute teilweise verhungert und der Gegenstoß muss wieder zu einer echten Waffe werden. In der Abwehr hatten wir zwar auch Probleme aber verloren haben wir im eigenen Angriff.“

Dominik Stein: „Unsere Bewegungen im Angriff waren einfach nicht gut. Wir haben oft falsch gestanden oder einen falschen Laufweg gewählt. Dadurch hatten wir dann auch einige Fehlpässe und technische Fehler. Offenbach hat unsere Schwächen clever ausgenutzt und verdient gewonnen. Für die nächste Woche haben wir uns viel vorgenommen. Mit Budenheim kommt ein echter Brocken zu uns, da müssen wir unser Bestes abrufen, sonst haben wir keine Chance. Aber ich bin zuversichtlich, wir werden uns gut vorbereiten und möchten so auftreten wie beim ersten Heimsieg gegen Mundenheim.“

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Offermann (4/4), Hertz (3), Lohner (3), Woods (2), Strüder (2), Baldus (2), Meder (2), Schaub (1), Stein (1), Schleier (1), Gutfrucht.