HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

AUSWÄRTSNIEDERLAGE!

Die Vallendarer Löwen mussten sich der VTV Mundenheim mit 28:25 geschlagen geben!

| Team I

Einen gebrauchten Abend erlebten die Vallendarer Handballer am Samstag beim Gastspiel in Ludwigshafen. Nach einem schwachen ersten Durchgang kam der HVV nicht mehr heran und musste sich der von Andreas Reckenthäler trainierten VTV Mundenheim mit 28:25 geschlagen geben.

Schlussendlich war die unkonzentrierte Leistung aus dem ersten Durchgang eine zu hohe Last, welche die Löwen am Ende die Punkte kostete. Trotz einer besseren Vorstellung in Halbzeit zwei, kamen die Löwen nie mehr als drei Treffer heran. Großen Anteil daran hatte Mundenheims Schlussmann Nico Klein, der sein Gehäuse regelrecht vernagelte. Die Leistungsschwankung war äußerst schade, reiste man doch mit dem Elan des Punktgewinns in Illtal an.

Doch Trainer Veit Waldgenbach beschwichtigte: „Die Leistung in Illtal war außerordentlich, da hat einfach alles gestimmt. Mundenheim zählt sicher zum oberen Drittel der Tabelle, unser Ziel kann es weiterhin nur sein, frühestmöglich den Klassenerhalt zu sichern.“ Recht hat der neue Coach der Löwen, musste er mit Bastian Burgard und Stefan Baldus zwei erfahrene Spieler ersetzen. Hinzu kam, dass der verletzte Jonas Strüder im Innenblock fehlte und der HVV insgesamt nicht richtig in die Partie kam.

Besonders in der Anfangsphase bekamen die Rheinländer gegen einen schlagkräftigen VTV-Angriff keinen Fuß auf den Boden. 4:0 lautete es bereits nach fünf Minuten, was Waldgenbach zu seiner ersten Auszeit zwang. Der Defensivverbund war viel zu zaghaft und ging den wurfgewaltigen Rückraum zu spät an. Keeper Nils Lorenz konnte einem leidtun, denn ihm blieb nach vielen Würfen nur noch der Griff hinter sich ins Netz. Auch im Angriff leisteten sich die Löwen Fahrlässigkeiten, was die Heimsieben zu Kontern einlud. Nach Waldgenbachs Auszeit kehrte etwas Besserung ein, doch diese hielt nicht lange.

Christian Schaub und Kapitän Oliver Lohner markierten die ersten Treffer für den HVV, der beim 6:3 (8. Minute) wieder in Schlagdistanz war. Doch dann stellten sich erneut überhastete Würfe und Fehlpässe ein, sodass die VTV erneute Gegenstöße lief. Drei Treffer in Folge bescherten das 12:7, wenige Minuten später legte Mundenheim erneut einen Hattrick aufs Parkett, was den Vorsprung auf 16:9 schraubte. Vallendar blickte einer derben Niederlage entgegen, als der Pausenpfiff beim Stand von 18:11 endlich Zeit zum Durchschnaufen brachte.

Nach dem Seitenwechsel stellte sich auch umgehend eine Besserung ein. Der eingewechselte Björn Boinski hielt sicher und gab so dem Angriff um Spielmacher Merlin Busse die Möglichkeit, clevere Angriffe zu spielen. Ganze fünf Treffer in Serie glückte den Löwen zwischen der 32. und 38. Spielminute, sodass es nunmehr 19:16 stand. Nun war es an Andreas Reckenthäler sein Time Out zu ziehen, um seine Mannen neu einzuschwören. Doch Vallendar war nun dran und man spürte eine leichte Verunsicherung auf Seiten der Gastgeber. Nach dem 21:17 durch Yannick Trieber, vergab Vallendar zwei Siebenmeter in Serie, was die VTV mit einem Doppelpack bestrafte.

Ein letztes Aufbäumen, bei welchem vor allem Lukas Hertz und der schnelle Christian Schröder großen Anteil hatten, ließen die Löwen nochmals auf 23:20 und 26:23 herankommen. Doch auch aufgrund mehrerer strittiger Entscheidungen der Unparteiischen, war nun kein Herankommen mehr. Merlin Busse wurde im Gegenstoß von der Seite gefoult, Christian Schaub lag nach einem Schlag auf den Brustkorb minutenlang am Boden – beides wurde mit Zeitstrafen geahndet. Auf der Gegenseite hingegen musste Dominik Stein nach einem ähnlichen Foul wie dem gegen Schaub das Feld räumen und wurde fünf Minuten vor dem Ende auf die Tribüne verbannt. Doch insgesamt war der HVV an diesem Abend nicht bissig genug, sodass Mundenheim verdient mit 28:25 die Oberhand behielt.

Die Löwen müssen sich die Niederlage auf die eigene Fahne schreiben, denn mit einer ähnlichen Leistung wie gegen Illtal wäre sicher mehr drin gewesen. Doch die Leistung von Abwehr und Angriff war insgesamt nicht gut genug, um einer starken VTV Mundenheim Punkte zu entreißen.

Stimmen zum Spiel

Christian Schaub: „Wir waren in der Deckung zu passiv, haben Mundenheim zu viel Raum gegeben und sind nicht früh genug an den Mann. Dadurch konnten deren Schützen zu häufig frei von neun Metern werfen. Wir müssen rechtzeitiger rausrücken und selbst Druck erzeugen. Nächste Woche in eigener Halle gegen Bingen soll das besser klappen, wir haben ja bereits bewiesen, dass wir das können.“

Kapitän Oliver Lohner: „Unsere ersten zehn Minuten waren einfach schwach. Wir waren nicht wach und Mundenheim hat von der ersten Minute an Feuer gegeben. Wir sind quasi ab der ersten Minute einem Rückstand hinterhergerannt und die VTV hat bewiesen, warum sie zum oberen Tabellenkreis gehören. Gegen Bingen wollen wir uns von unserer besten Seite zeigen, denn unser Ziel ist es auch zu Hause wieder eine Macht zu werden.“

Co-Trainer Sven Schleier: „Andreas hat eine gute junge Truppe, die von erfahrenen Leuten ergänzt wird. Diese konnten wir vor allem in der Abwehr nicht stoppen. Hinzu kamen einige technische Fehler im Angriff, was zu Gegenstößen geführt hat. Die zweite Halbzeit war gar nicht schlecht von uns, da haben wir einiges richtig gemacht. Insgesamt war der Kredit aus dem ersten Durchgang aber zu hoch.“

Am kommenden Samstag, 28.09.2019 um 18:00 Uhr empfangen die Vallendarer Löwen die HSG Rhein-Nahe Bingen. Die Rheinhessen belegen mit 2:6 Punkten den 14. Tabellenplatz, unterlagen Völklingen, Mundenheim und Saulheim, konnten dafür aber einen Erfolg über Illtal feiern. Vallendar ist gewarnt, möchte vor heimischer Kulisse aber den nächsten Sieg einfahren. Kommt in die Halle und brüllt die Vallendarer Löwen zum Heimsieg.

Es spielten für den HVV: Boinski, Lorenz, Schenk (alle im Tor), Offermann (9/4), Schröder (6), Hertz (3), Schaub (3), Lohner (2), Busse (1), Schleier (1), K. Schmidt, Stein, F. Schmitt, Krechel.