HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

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Die Vallendar Löwen mussten sich beim Favoriten in Budenheim deutlich geschlagen geben!

| Team I

Nichts zu holen gab es für die Vallendarer Handballer beim Auftakt in die neue Oberliga-Saison. Beim Favoriten auf den Staffelsieg, der rheinhessischen DJK SF Budenheim, unterlagen die Löwen schlussendlich etwas zu deutlich mit 34:24. Am kommenden Samstag, 10.10.2020 um 18:00 Uhr bestreitet die Mannschaft von Veit Waldgenbach ihr Heimdebut unter verschärften Auflagen gegen den Rheinland-Rivalen HSG Kastellaun/Simmern.

Am Ende waren es ein paar Tore zu viel Differenz, da waren sich fast alle Beteiligten einig. Besonders in der Anfangsphase hielten die Löwen glänzend mit und konnten den Favoriten mächtig ärgern. Doch dann legte der Aufstiegsfavorit noch einen Gang zu und profitierte dabei auch von einer qualitativ hochwertig besetzten Ersatzbank. Bei Vallendar schwanden mit zunehmender Spieldauer die Kräfte, was dann zu technischen Fehlern führte, die Budenheim zu einfachen Toren nutzen konnte. Waldgenbach: „Niemand hat von uns einen Sieg erwartet. Budenheim hat uns eiskalt bestraft, da hat man gesehen, warum diese beim Staffelsieg und damit beim Kampf um den Aufstieg ein großes Wort mitreden möchten. Aber wir hatten gute Ansätze, das wird uns in den nächsten Spielen helfen.“

Dabei erwischte Vallendar einen richtig guten Start in die neue Saison. Die 6:0-Abwehrreihe, mit Dominik Stein und Christian Schaub im Innenblock, stand sattelfest und konnte die schnellen Kreuzbewegungen der Gastgeber gut unterbinden. Dadurch kam der Favorit nicht richtig ins Spiel, lief sich fest und musste Würfe unter Bedrängnis nehmen. Der quirlige Christian Schröder offenbarte nach klugen Spielzügen, eingeleitet durch Mittelmann Merlin Busse, mehrfach große Lücken auf den Halbpositionen der Heim-Abwehr. Das 5:6 durch Busse nach 14 gespielten Minuten markierte die erneute, zeitgleich aber auch die letzte Führung des HVV.

Dann wechselte Budenheims Trainer Volker Schuster seinen gesamten Rückraum und brachte mit Lukas Nagel einen entscheidenden Faktor ins Spiel. Er leitete die Wende für seine Sportfreunde ein und führte seine Farben durch deren stärkste Phase des ersten Durchgangs. Drei Tore in Serie brachten die Rheinhessen mit 11:7 in Führung, Vallendar musste abreißen lassen. Doch damit nicht genug, denn nun schwanden die Kräfte deutlich, ob der kräftezehrenden Abwehrarbeit und Vallendar leistete sich technische Fehler. Budenheim konterte und schloss eiskalt ab, sodass es beim Stand von 17:11 in die Kabine ging. Waldgenbach: „Wir hatten eine sehr gute erste Viertelstunde und haben uns dann selbst ein bisschen um den verdienten Lohn gebracht. Neun technische Fehler, aus denen sieben Gegenstoßtore folgten waren zu viel. Wir waren im Angriff etwas zu leichtsinnig und nicht geduldig genug. Aber daraus werden wir lernen, wir hatten viele gute Ansätze.“

Im zweiten Durchgang spielte Budenheim seinen Stiefel routiniert herunter. Der HVV zeigte sich als guter Gast, der zu keiner Zeit aufhörte zu kämpfen und sich nicht einfach seinem Schicksal ergab. Budenheim erzeugte weiter Lücken, vor allem durch ihr starkes Tempospiel in der ersten und zweiten Welle. Doch auch die Löwen hatten noch in paar Antworten auf Lager. Christian Schaub kam nun ins Rollen und erzielte insgesamt fünf Treffer. Auch der junge Halbrechte Leon Krechel wusste sich mehrfach auszuzeichnen und traf mit viel Wucht aus der zweiten Reihe. Waldgenbach: „Das war wichtig, denn die Last im Rückraum darf nicht nur auf Merlin und Christian liegen. Die beiden haben viel Gefahr erzeugt und konnten Selbstbewusstsein sammeln. Das wollen wir mitnehmen in den weiteren Saisonverlauf.“ Besonders für den jungen Krechel war es wichtig die Initiative zu ergreifen und bewies, dass er ein wichtiger Faktor werden kann.

Schlussendlich musste man die bessere Mannschaft aber gewähren lassen und verlor nach 60 Minuten mit 34:24. Waldgenbach: „Budenheim möchte aufsteigen, unser Ziel ist ganz klar so früh wie möglich den Klassenerhalt zu besiegeln. Da treffen also zwei Welten aufeinander aber wir haben uns teuer verkauft, darauf kann man aufbauen.“

Am kommenden Samstag, 10.10.2020 um 18:00 Uhr steht das erste Heimspiel der Saison auf dem Programm. Zu Gast ist der Rheinland-Rivale HSG Kastellaun/Simmern. Die Hunsrücker verpatzten ihren Start und unterlagen in eigener Halle der HSG Worms deutlich mit 23:34. Auf Grund der anhaltenden Corona-Pandemie findet auch das Heimspiel im Löwenkäfig unter besonderen Bedingungen statt. Insgesamt dürfen 160 Zuschauer in die Halle, eine Reservierung ist nicht möglich. Zudem muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, es gibt feste Plätze und generell müssen die Anweisungen von Schildern und Ordnern befolgt werden. Näheres zum Prozedere werden im Vorbericht auf das Derby bekanntgegeben.

Es spielten für den HVV: Lorenz, Boinski (beide im Tor), Busse (5), Schaub (5), Krechel (4), Schröder (4), Offermann (4/1), Lohner (1), K. Schmidt (1), F. Schmitt, Woods, Stein, Schleier, Schüller.