HANDBALLVEREIN VALLENDAR E.V.

AUF NACH BINGEN!

Am kommenden Sonntag, 09.02.2020 reisen die Vallendarer Löwen zum schweren Auswärtsspiel bei der HSG Rhein-Nahe Bingen!

| Team I

Eine Woche nachdem die fünf Spiele anhaltende Siegesserie der Löwen gerissen ist, muss der HV Vallendar wieder in fremder Halle antreten. Am Sonntag, 09.02.2020 reist der HVV zur HSG Rhein-Nahe Bingen und damit zu einem direkten Konkurrenten.

Die vergangenen Wochen um den Jahreswechsel liefen bei den Vallendarer Handballern wie am Schnürchen. Sechs Ligaspiele in Serie ohne Niederlage, dazu der Derby-Sieg gegen den TV 05 Mülheim und die nächste Runde im Pokal wurde auch erreicht. Dass auch wieder eine Niederlage kommen würde, war allen Beteiligten klar. Gegen den VTV Mundenheim war es am vergangenen Wochenende dann soweit, Vallendar unterlag der Mannschaft von Andreas Reckenthäler in einer harten Partie mit 24:32.

Ein Rückschlag? Ganz und gar nicht wie Veit Waldgenbach sagt: „Wir haben hart gekämpft, doch konnten am Ende die Ausfälle von Merlin Busse und Christian Schröder nicht kompensieren. Mundenheim steht zurecht weit oben. Zwar lief es die letzten Wochen extrem gut, aber wir müssen uns mit anderen Mannschaften messen.“ Ein solcher Kandidat wartet eben am kommenden Sonntag auf Waldgenbach und seinen HVV. Die Favoritenrolle möchte sich Waldgenbach definitiv nicht zuschieben lassen: „Bei uns sind einige Spieler angeschlagen, wir werden sehen wer am Sonntag spielen kann. Bingen ist ein unbequemer Gegner, noch dazu heimstark.“

Die Analyse des Vallendarer Trainers ist absolut treffend. Die gastgebenden Rheinhessen belegen derzeit den 9. Tabellenplatz und das, obwohl man zur neuen Runde einige Abgänge zu verzeichnen hatte. Schon im Hinspiel hinterließ die HSG eine gute Visitenkarte, als diese mit 23:26 die Oberhand im Löwenkäfig behielten. Kapitän Oliver Lohner: „Bingen hat unser in der Vergangenheit nicht so gut gelegen. Die spielen extrem unauffällig und komplett seriös. Und ehe du dich versiehst, hast du das Spiel verloren.“ Eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit bis zum Schluss sind der Schlüssel zum Erfolg, gegen eine HSG, die etwas gut zu machen hat. Denn am letzten Spieltag verloren diese das Derby gegen die SG Saulheim mit 26:25 denkbar knapp.

Besonderes Augenmerk muss auf Bingens Rückraum und deren Kreisspiel liegen. Denn dort spielen mit Max Grethen und Henrik Walb zwei echte Tormaschinen. Hinzu kommt das Zusammenspiel mit Kreisläufer Martin Schieke, der für seine Durchsetzungsstärke bekannt ist. Schwerstarbeit also für den Mittelblock um Schaub, Strüder und Lohner.

Gleichzeitig nutzt die HSG ihre körperlichen Vorteile in der Deckung geschickt aus. Die defensive 6:0-Formation um Routinier Marcel Trierweiler ist extrem robust und hat gleichzeitig mit die wenigsten Gegentore in der Liga. Hier muss der HVV viel Laufarbeit leisten, um möglichst viele Lücken zu erzeugen. Und dann ist da ja auch noch die enge Bingener Rundsporthalle. Wenig Platz, Kabinen, die quasi auf dem Feld sind und oftmals so wenige Zuschauer, dass es einem Geisterspiel gleichkommt.

Für den HVV also alles andere als optimale Bedingungen. Dennoch gilt es den aktuellen Trend und die Leistungen der jüngsten Vergangenheit zu bestätigen, wie Kapitän Lohner sagt: „Die Niederlage gegen Mundenheim liegt hinter uns. Nun ist der Fokus komplett auf der nächsten Aufgabe. Die heißt eben Bingen und dort wollen wir möglichst zwei Punkte mit nach Hause nehmen.“

Leicht wird es sicher nicht, doch die Löwen haben Blut geleckt und wollen ihren Platz im vorderen Mittelfeld behaupten. Bei einem Sieg hätte man mit 22:20 wieder ein positives Punktekonto und Platz sieben sicher verteidigt. Das ist das Ziel des HVV, der aktuell weiterhin zu den großen Überraschungen des noch jungen Jahres zählt. Anwurf in der Bingener Rundsporthalle ist am Sonntag, 09.02.2020 um 16:30 Uhr und die Löwen hoffen wieder auf eine Vielzahl an- und mitreisender Fans.